Ethik im Affiliate Marketing


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Wenn man in Blogs und auf Websites über Affiliate Marketing liest, dann sind das vor allem Tipps wie man mehr verdient, technische Aspekte, Partnerprogrammvorstellungen und ähnliches.

Meist geht es um die Optimierung der Einnahmen und man bekommt das Gefühl, dass Affiliates für mehr Sales und Leads fast alles tun. Und teilweise ist das leider auch so.

Nur selten wird über ethische Aspekte gesprochen und darüber, was man als Affiliate lieber nicht machen sollte.

Ethik im Affiliate Marketing

Die Gründe dafür, dass selten über Ethik im Affiliate Marketing geschrieben wird, sind sicher vielfältig.

Unter anderem denke ich liegt es daran, dass es sehr, sehr viele Affiliates gibt und deshalb eigentlich alles gemacht wird, was man sich vorstellen kann. Und wenn es andere machen, warum sollte man selber freiwillig auf bestimmte Methoden verzichten?

Auch wenn die Affiliate Netzwerke Regeln haben, was man nicht machen darf, so sind die dennoch an möglichst vielen Leads und Sales interessiert. Schließlich verdienen Sie auch nur dann was, wenn Umsätze gemacht werden.

Und deshalb gibt es da sicher auch das ein oder andere Partnerprogramm, was der Affiliate Manager nicht unbedingt seinen Freunden und Verwandten empfehlen würde.

Der Hauptgrund liegt aber schon in der Gier der Affiliates. Es ist nun mal eine geile Sache, wenn das Provisionskonto wächst und man seine Einnahmen gegenüber dem Vormonat steigern konnte.

Und wenn man dann noch Methoden einsetzen kann, die Zeit sparen und die Einnahmen erhöhen, wen interessiert dann noch Ethik.

Die richtig bösen Jungs

Es geht mir in diesem Artikel auch gar nicht um solche Affiliates, die etwas bewerben, was sie selber nie kaufen würden. Schließlich zwingt ja niemand den Besucher zu etwas und Werbung muss einem ja auch nicht immer gefallen.

Aber es gibt eben auch Affiliates, die vor gar nichts mehr zurückschrecken.

Da werden massenweise Inhalte gestohlen und mit Hilfe von Tools eh schon schlechte Inhalte nochmal „optimiert“, um Google zu täuschen und die eigene Affiliate-Websites mit Content zu füllen. Spam im großen Stil ist für manche Affiliates ebenfalls nichts ungewöhnliches mehr.

Über die blanken Lügen zu den beworbenen Produkten möchte ich gar nicht sprechen.

Und welche Maßnahmen viele Affiliates bereit sind umzusetzen, um in Google mit ihrer minderwertigen Affiliate-Websites auf Position 1 zu gelangen, ist ebenfalls schon erschreckend. Gott sei dank, scheint Google da ja langsam gegen vorzugehen.

Vorteile von ethischem Verhalten

Nun wird der ein oder andere Leser aber anderer Meinung sein und sagen, dass doch wichtig ist, was unter dem Strich herauskommt.

Und grundsätzlich sollte man als Affiliate schon darauf aus sein, mehr zu verdienen. Die Frage ist eben nur, wie weit man geht.

Wenn man sich z.B. mal anschaut, was manche so machen, nur um ein paar mehr Sales zu generieren, dann fragt man sich schon, was diese Affiliates sagen würden, wenn jemand das mit ihnen machen würde.

Es gibt leider sehr viele Menschen, die sich selber über andere aufregen und sich ständig beschweren, wie unfair diese Welt doch geworden ist, aber dann handeln sie auch nicht anders.

Die Welt an sich ist nicht unfair. Es sind die Menschen darin. Jeder einzelne von uns trägt mit seinen Handlungen dazu bei, wie sich die Gesellschaft entwickelt. Wer also eine freundlichere, faire und ehrliche Welt möchte, der muss bei sich selber anfangen und nicht zuerst mit dem Finger auf andere zeigen. Wenn das jeder machen würde, wird gar nichts besser.

Während ich das hier schreibe spielt mein Tochter gerade im Wohnzimmer. Ich muss sagen, dass meine Kinder für mich auch deshalb sehr wichtig sind, weil ich ihnen noch in die Augen schauen können möchte.

Natürlich will ich Geld verdienen und deshalb arbeite ich auch 10 oder 12 Stunden am Tag. Aber ich möchte es auf eine Weise schaffen, die meine Kinder stolz zu ihrem Papa aufblicken lässt.

Wie heißt es so schön „Wer glücklich sein will, muss andere glücklich machen“. Als Affiliate kann man dafür sorgen, dass die vermittelten Kunden mit ihrer Entscheidung glücklich sind und es nicht am Ende bereuen, den Versprechen des Affiliates geglaubt zu haben.

Wer denkt, allein Geld macht auf Dauer glücklich und dafür kann man dann auch andere Menschen mit Füßen treten, wird irgendwann merken, dass Geld nicht alles ist.

Fazit

Auch wenn dieser Artikel wie eine kleine Moralpredigt aussieht, so wollte ich einfach nur mal sagen, dass man kein Arschloch sein muss, um im Affiliate Marketing erfolgreich zu sein.

Es dauert vielleicht länger und man muss härter arbeiten, aber erfolgreich kann man trotzdem sein.

Gerade Einsteiger ins Affiliate Marketing bekommen oft einen falschen Eindruck vermittelt oder lassen sich von bestimmten Guru’s bequatschen.

Es geht auch auf die faire Weise.

Und es fängt bei jedem Einzelnen an.

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14 Kommentare für “Ethik im Affiliate Marketing”

  1. 1
    Sascha sagt:

    Hallo Peer,

    danke für deinen ehrlichen Artikel. Als ich das erste mal ueberhaupt etwas von Affiliate Marketing gelesen hatte, ging es mir aehnlich wie dir. Ich dachte so bei mir: „Hm, ok, warum sollte ich das meinen Freunden und Bekannten -andrehen- wollen?“. Ich konnte das nicht mit mir vereinbaren und kann es auch immer noch nicht. Auf Teufel komm raus moechte ich echt nichts verkaufen.

    Schön auch dein Beispiel mit deinen Kindern, klar sollen die spaeter mal bzw. jetzt schon stolz auf ihren Papa sein. Mit einer ethisch korrekten Handlungsweise brauchst du dir da auch sicherlich keine Gedanken machen, das stimmt wohl.

    Ehrlichkeit währt oft am längsten (auch wenn es nicht immer der einfachste Weg ist!). Diese schöne alte Sprichwort findet bei diesem Thema wohl immernoch Anwendung 😉

    In diesem Sinne,
    ein schönes Osterfest für Dich und deine Familie!

    Gruss,
    Sascha

  2. 2

    […] habe gerade im Affiliate Tipp Blog einen sehr schönen zum Thema Ethik im Affiliate Markting gefunden.  Und dachte da schreibe ich auch mal wieder etwas […]

  3. 3
    Klara sagt:

    Moin Peer,

    vielen Dank für das offene Wort!
    Es finde es wirklich gut, wenn einer, der so viel Einfluss hat wie Du, mal seine Meinung kundtut.

  4. 4
    Christian sagt:

    Hallo Peer, du schreibst in deinem Artikel über schlimme Sachen und die bösen Jungs im Affiliate Marketing. Was meinst du damit genau? Hast du Beispiele? Ich kann damit nämlich gerade nicht so wirklich was anfangen… solange man nicht betrügt ist doch eigentlich alles okay, oder nicht?
    Gruß Christian

  5. 5
    Martin sagt:

    Also wenn man nach Möglichkeit Produkte vermarktet, die man auch selbst nutzt oder von deren Nutzen man zumindest überzeugt ist, kann man schon mal gut schlafen.

    Die Taktiken, wie die Seiten nach vorne gebracht werden, sind teilweise halt echt abenteuerlich. Wenn die Artikelspinner mit geklauten Texten gefüttert werden und durch die entsprechenden Tools in wenigen Wochen tausende Links über halbautomatisierte Vorgänge gesetzt werden, wird das ganze System schon ein wenig absurd. Wer sich diesen ständigen Eiertanz mit Google liefern will, der soll das tun. Was man so hört, sind diese Aktionen ja meist nur kurzlebig.

    Würden diese Leute mehr Zeit in einzigartige Projekte investieren, anstatt sich ein ständiges Wettrüsten mit Google zu liefern, wär das Netz auch nicht mit so viel Müll zugespamt.

  6. 6

    Hallo,
    ich lese schon lange und immer wieder in deinem Blog. Die Indos sind immer super; auch zwischen den Zeilen. Ich kann damit meine Gewinne redlich immer wieder aufpeppen und stabile Besucherzahlen erreichen.
    Zu den A…….chern:
    In den letzten Tagen wurde ich gerade in Bereich Affiliate derartig mit kopierten Werbemails zugeballert, dass ich meinen Facebook Account gelöscht habe. Auf der Suche nach konstruktiver Information bin ich die Mühlen der Gurus geraten. Es sind ja unter dem Strich immer die gleichen 4 oder 5. Es gibt ungare Halbinformationen mit denen kein Mensch etwas anfangen kann. Es werden ungeheure Einkommen suggeriert, die man erzielen kann, wenn man das Produkt XY für hunderte Euros kauft. Die Jünger folgen zu hunderten und der Guru beweist dann seinen Gewinn an diesem Produkt. Niemand sagt, dass der Gewinn nur durch die Jünger entsteht. Es werden Preisstaffelungen generiert, die zeitabhängig steigen. Je später man kaufen will, um so teurer werden die Produkte. Das finde ich unethisch und hat für mich das Geschmäcklte von Abzocke.

    Gruß Günter

  7. 7

    Hallo Peer,

    ein schöner Artikel über Ethik im Affliate Marketing. Aber ich glaube nicht nur hier wird mit teilweise unlauteren Mitteln gearbeitet. Schau doch mal die Wirtschaftsnachrichten an. Korruption bei Siemens, VW usw. In der Geschäftswelt geht es nicht immer nur mit guten Methoden weiter. Nichts desto trotz finde auch ich nur wenn man mit den Leuten ehrlich umgeht kann mann auch selber ruhig schlafen. Wie gesagt, der Kunde entscheidet, ob er ein Angebot annimmt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Armin Schmethüsen

  8. 8
    Constantine sagt:

    Hallo Peer,

    gerade erst beim stöbern drauf aufmerksam geworden auf den Artikel! Leider „umreißt“ er die Thematik nur. Vielleicht soll er ja auch einfach nur zum Nachdenken anregen. Ich hätte mir aber schon einfach mal ein konkretes Beispiel gewünscht, dann wäre es noch greifbarer in meinen Augen!

    Die Veränderung beginnt immer bei einem selber, wie ich finde. Sätze, die darauf abzielen „…die anderen machen es ja auch…“ sind da wenig hilfreich, dnn die Verantwortung für das eigene Handeln tragen nicht die Anderen, sondern man selber!

    Grüße

  9. 9
    Josef sagt:

    Hallo,

    es sind aber nicht nur die Seitenbetreiber die mit unlauteren
    Mitteln Geld machen. Auch die Netzwerke samt Partnerprogramme sind nicht immer ohne Sünde.

    freundliche Grüße
    Josef

  10. 10
    Philipp sagt:

    Dass generell im Internet viel abgekumpfert wird und als neu und super verkauft wird ist ja nichts neues. 90% der Content Affiliates stoppeln sich ihre Beiträge von anderen Seiten zusammen.

    Daran finde ich eigentlich auch gar nichts. Denn auch Wissenschaftler recherchieren und holen sich Input von anderen. 2 Dinge gilt es aber zu berücksichtigen

    1) wenn ich 1:1 übernehme, dann mit Zitat und Quellenangabe
    2) ansonsten den Text umschreiben und in eigene Worte fassen.

    Was gar nicht geht sind diese Website wo nur die Headline super klingt und dann sind es nur irgendwelche aus dem Englischen übersetzte Seiten die nur Sinnloses wieder geben.

    Ich hoffe Google findet einen Weg solche Seiten zu identifizieren und zu löschen. Wenn sich Leute nicht mal die Arbeit machen für sinnvollen Input zu sorgen haben sie es auch nicht verdient Geld zu verdienen … dabei stellt sich mir jetzt die Frage … welcher normal denkende Bürger folgt einer Empfehlung von solchen Seiten???

  11. 11
    Tobias sagt:

    Das ist schliesslich überall so…je mehr sich in einem Bereich bewegen, desto mehr schwarze Schafe sind auch darunter!

    Besonders im Internet ist dann die Hemmschwelle niedrig und es wird sehr viel probiert und wenn es einmal gut geht, wird der nächste Schritt gewagt, was aber viele nicht bedenken das es schon in Richtung Betrug geht…

    Gegen Affiliate die die beworbenen produkte nicht immer testen kann man nichts sagen, den wer testet schon alle produkte die man bewirbt…keiner!

  12. 12
    Michael sagt:

    Ein sehr schöner Artikel über das meiner Meinung nach wichtigste Thema allgemein im Marketing, Verkauf, usw…

    Leider spielt allgemein in der Wirtschaft die Ethik eine immer geringere Rolle, alle (naja alle nicht aber viele) sind am schnellen Geld interessiert und ignorieren die langwierigen Folgen. Was interessiert sie auch das Morgen wenn sie Heute alles haben können?

    Ich selbst verzichte lieber auf einen Verkauf als jemanden etwas zu verkaufen von dem ich nicht überzeugt bin oder das ich nicht bereit wäre selber zu kaufen.

    Alle Produkte des Unternehmens desssen Artikel ich verkaufe kann aber selbst ich nicht testen, da es einfach produkte gibt die nicht für mich ausgelegt sind. Zb. haben wir ein Produkt das bei Wechseljahrbeschwerden hilft, nun ich bin weder eine Frau noch in den Wechseljahren, also kann ich dieses Produkt natürlich nicht testen. Doch gehe ich davon aus das wenn alle anderen Produkte die ich testen konnte meine Erwartungen übertroffen haben, werden es diese Produkte bei den entsprechenden Menschen auch tun.

    Unterm Strich bin ich aber Grundsätzlich auch dagegen etwas zu verkaufen oder auch nur Werbung dafür zu machen was ich nicht selber kaufen würde.

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