Welche Fehler man vermeiden sollte, um nicht bei Amazon raus zu fliegen – Amazon Guide 10


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Im heutigen 10. Teil der Artikelserie rund um das Amazon-Partnerprogramm gibt es Tipps, was man lieber nicht machen sollte.

Immer wieder gibt es Berichte, dass Affiliate von Amazon rausgeschmissen wurden. Natürlich wissen diese Affiliate nie warum und sehen es als Willkür an.

Ich gehe deshalb in diesem Artikel auf ein paar typische Fehler ein, die man nicht machen sollte. Dann kann man lange mit Amazon Geld verdienen.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie Geld verdienen mit dem Amazon-Partnerprogramm.

Übt Amazon Willkür aus?

Wenn man sich manche Reaktionen von geschassten Amazon-Affiliates anschaut, könnte man auf die Idee kommen, dass Amazon seine Affiliates nicht wirklich mag.

Da wurde jemand aus dem Partnerprogramm geworfen, obwohl er sich nach eigenen Angaben an die Teilnahmebedingungen gehalten hat. Zudem war die Kommunikation seitens Amazon wohl nicht sehr gut und statt erstmal Änderungen zu fordern, wurde dieser Affiliate sofort gefeuert.

Dass Amazon Deutschland nicht so richtig weiß, wohin man mit dem Partnerprogramm möchte, sieht man am betreffenden Affiliate-Blog. Der letzte Eintrag ist vom September 2012.

Doch schmeißt Amazon wirklich einfach so Affiliates aus seinem Partnerprogramm? Ich denke nicht. Wenn man sich an ein paar Regeln hält, sollte man relativ sicher sein.

Amazon Richtlinien

In den Anforderungen für die Teilnahme am EU-Partnerprogramm listet Amazon relativ genau auf, was erlaubt ist und was nicht. Diese 31 Punkte sollte man sich mal durchlesen.

Manche davon sind in meinen Augen zwar nicht mehr zeitgemäß, da z.B. immer mehr Websites mit responsive Design auch auf Smartphones nutzbar sind, was Amazon eigentlich untersagt. Zumindest dürfen eigentlich keine Amazon-Affiliate-Links auf mobilen Seiten angezeigt werden, außer man lässt sich das von Amazon schriftlich genehmigen. Wobei hier sicher auch spezielle mobile Apps gemeint sind.

Viele andere Punkte sind dagegen eindeutig und wenn man die vorgegebenen Amazon-Werbemittel nutzt, kommt man damit auch nicht in Konflikt.

Manche Sachen sind jedoch grenzwertig und wurden von einigen Affiliates sicher schon (unbewusst) verletzt. So darf zum Beispiel man weder selbst, noch Freunde über den eigenen Amazon-Partnerlink etwas kaufen.

Ebenso untersagt Amazon die Einblendung von Affiliate-Links, -Widgets oder -Bannern in PopUps, Interstitials oder Layern.

Verboten sind auch Aufforderungen, dass die eigenen Leser doch bitte über den Amazon-Link kaufen sollen, um der Website was gutes zu tun. Das sehe ich allerdings immer wieder im Web.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Einhaltung der von Amazon genannten 31 Punkte schon eine sehr gute Grundlage dafür ist, nicht von Amazon rausgeworfen zu werden. Man sollte vor allem darauf achten, dass man nicht nur bei der Anmeldung, sondern auch später diese Punkte nicht verletzt.

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Kriminelle Energie

Problematisch wird es natürlich vor allem dann, wenn kriminelle Energie eingesetzt wird. So ist Cookie Spreading z.B. eine beliebte Methode, um möglichst viele Amazon Cookies unter die Leute zu bringen.

Mit Hilfe von bestimmten Scripten wird die Amazon-Website als Frame in die eigene Website oder z.B. ein kostenloses Widget integriert (in der Regel nicht sichtbar, da nur 1×1 Pixel groß). Der Effekt davon ist, dass Leser beim Besucher der Website automatisch auch die Amazon-Site im Frame laden und damit einen Cookie bekommen.

Bestellen Sie dann zufällig in den nächsten 24 Stunden etwas bei Amazon, bekommt der Betrüger die Provision, obwohl der Kunde nie aktiv auf einen Partnerlink geklickt hatte.

Einen ähnlichen Fall gab es erst vor kurzem bei zwei eBay-Affiliates, die damit Millionen verdient haben und nun im Gefängnis sitzen.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Versuche die Klickraten auf Amazon-Partnerlinks zu erhöhen oder bestimmte Dinge vorzutäuschen, um die Klickrate zu steigern.

All das wird früher oder später zum Ausschluss führen oder schlimmeres.

Es gibt viele Betrüger

Warum aber fliegen manchmal Affiliates raus, die nach eigenen Angaben nichts falsch gemacht haben.

Zum einen denke ich, dass viele einfach gar nicht wissen, dass sie gegen eine bestimmte Vorschrift verstoßen haben. Da finde ich ja eigentlich noch gut, dass Amazon genau schreibt, gegen welchen Punkt der Teilnahmebedingungen man verstoßen hat.

Allerdings würde man sich wünschen, dass Amazon erstmal zur Behebung des Problems auffordert und nicht gleich sperrt.

Ich denke aber, dass es an dem selben Problem liegt, dass auch Google AdSense und die Affiliate-Netzwerke haben. Es nutzen sehr, sehr viele das Amazon Partnerprogramm und darunter gibt es auch viele Betrüger. Und leider gibt es nicht nur die ganz klaren Verstöße, sondern auch eine Grauzone.

Da ist es teilweise schwer zu beurteilen, ob es wirklich ein Verstoß war, bzw. ob dieser bewusst und unbewusst zustande gekommen ist. Dazu kommt, dass beim deutschen Amazon-Partnernet offensichtlich zu wenig Leute arbeiten, die gar nicht die Zeit haben jedem Fall einzeln nachzugehen und mit den Affiliates persönlichen Kontakt aufzunehmen.

Das alles führt leider dazu, dass lieber gleich gesperrt wird, anstatt erstmal auf den Affiliate zuzugehen und zu versuchen die Sache zu klären.

Perspektivisch wird es sich Amazon aber sicher nicht leisten können, jeden Affiliate mit einem kleinen Verstoß sofort zu kündigen. Gerade die langjährigen und gut verdienenden Affiliates sollte man nicht so einfach „abgeben“.

Alles in allem kann ich zwar verstehen, dass Amazon gegen Missbrauch vorgehen will und muss, aber ein etwas persönlicherer Umgang mit seinen Affiliates sollte dennoch drin sein.

Ehrliche Arbeit lohnt sich

Aus meinen Erfahrungen in den letzten Jahren kann ich sagen, dass man auch ohne Betrugsversuche gute Einnahmen mit Amazon erzielen kann. Die Erfahrungen mit meiner Poolseite zeigen z.B., dass Amazon in Nischen sehr gut funktionieren kann, selbst wenn man nur die ganz normalen Widgets nutzt.

Voraussetzung ist natürlich gewisser Traffic und diese Besucher sollten auch thematisch passen und ein gewisses Kaufinteresse haben. Dann kann man gute Einnahmen erzielen.

So geht es weiter

In Teil 11 meiner Artikelserie widme ich mich den rechtlichen Aspekten des Amazon Partnerprogramms und wie man dieses am sichersten als deutscher Affiliate einbaut.

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Amazon PartnerNet
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15 Kommentare für “Welche Fehler man vermeiden sollte, um nicht bei Amazon raus zu fliegen – Amazon Guide 10”

  1. 1
    Carsten sagt:

    Hallo Peer, wo soll sich diese Punkt „Verboten sind auch Aufforderungen, dass die eigenen Leser doch bitte über den Amazon-Link kaufen sollen, um der Website was gutes zu tun.“ in den 31 Punkten befinden?
    Punkt 30 besagt nur „…fordern Sie nicht Ihre Freunde, Verwandten oder Partner zum Kauf…auf.“ Da steht nichts von dem Verbot eines generellen Aufforderns. Oder meinst Du einen anderen Punkt?

  2. 2
    Peer Wandiger sagt:

    Ich habe Punkt 25 so interpretiert, wobei ich jetzt beim nochmaligen Lesen sagen muss, dass es sich wohl primär auf niedrigpreisige Produkte bezieht. Dennoch ist es wohl ein schmaler Grad die Leser auszufordern über die Affiliate-Links zu kaufen.

    • 2.1
      Steffen sagt:

      es gibt viele bekannte beispiele, wie zb earwolf.com/show/startup-school/ (unten rechts).

      in punkt 30 heißt es:
      „… In gleicher Weise fordern Sie nicht Ihre Freunde, Verwandten oder Partner zum Kauf von Produkten über Partner-Links auf…“ dies bezieht sich explizit auf Freunde, Verwandte oder Partner.

  3. 3
    Carsten sagt:

    Bei Punkt 25 sehe ich die Kernaussage hier:
    „…ermutigen, niedrig gepreiste Artikel … mit dem Ziel zu erwerben, über bestimmte Werbegebührenschwellen hinauszukommen…“.

    Ich verstehe das so, das folgendes vom Sinn her unterbunden werden soll: „Nur noch ein Sale, dann erhalte ich 6%. Bitte kauft noch einen Artikel, und sei es nur ein ganz billiges!“

  4. 4

    Wie sieht es denn mit dem Sharen von Ref-Links über Social Media (Facebook, Google+ etc.) aus? Sieht man auch immer wieder. Bei der Anmeldung muss ja aber eine Website angegeben werden, auf der man das Partnerprogramm benutzt.

    Und auch wichtig zu wissen: Werden Produktbilder verwendet, müssen diese auch verlinkt werden.

  5. 5
    Peer Wandiger sagt:

    @ Carsten
    Ja, so sehe ich das auch, aber wie es Amazon am Ende auslegt, ist ja eine andere Sache. Ich wäre jedenfalls vorsichtig direkt die Leser anzusprechen und sie zu bitten, über den Aff.Link einzukaufen. Aber das muss jeder selbs wissen.

    @ Dominik
    Social Media ist durchaus so eine Sache. Da bin ich mir auch nicht sicher. Wenn man es seriös macht, sollte Amazon aber eigentlich nichts dagegen haben.

    Bzgl. der Bilder habe ich keine konkrete Aussage seitens Amazon gefunden, dass man die verlinken muss. Und da man über die Produkt-API unter anderem auf viele verschiedene Varianten und Größen der Produktbilder zugreifen kann und diese dort ohne Links angeboten werden, sehe ich da keine Pflicht.

    Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren.

  6. 6
    Sven sagt:

    Es besteht ja sogar die Möglichkeit direkt über die Amazon Toolbar die Links bei Facebook zuveröffentlichen. Dort erreiche ich ja auch nur meine Freunde. Die Möglichkeit hat mich schon länger verwundert.

  7. 7
    Dominik Horn sagt:

    @Peer
    „Zur Unterstützung Ihrer Werbemaßnahmen für die Produkte können wir Ihnen Daten, Bilder, Texte, Widgets und sonstige Tools zur Verlinkung sowie sonstige Informationen im Rahmen des Programms (die „Inhalte“) zur Verfügung stellen.“

    Quelle: https://partnernet.amazon.de/gp/associates/help/operating/newde

    Worauf ich nirgends eine Antwort fand ist:
    1) Darf ich die Bilder ändern im Sinne von Zuschneiden, dass sie in mein Layout passen?
    2) Darf ich sie auf meinem Webspace hosten?

  8. 8
    Peer Wandiger sagt:

    Das würde ich nicht pauschal so interpretieren, dass man Bilder verlinken muss. Schließlich verlinkt man Daten und Texte ja auch nicht.

    Wenn man es anders liest, könnte sich „zur Verlinkung“ auch nur auf „sonstige Tools“ beziehen.

    Also ich sehe das nicht so eng und verlinke auch nicht alle Bilder von Amazon.

    Zu deinen beiden Fragen:
    1. Da bin ich mir recht sicher, dass man nur skalieren darf, aber ansonsten nicht bearbeiten.

    2. Würde ich ebenfalls nein sagen, aber habe dazu keine Quelle zur Hand.

  9. 9
    Dominik Horn sagt:

    Ich habe beim Amazon Partnernet Support Team angefragt. Als Antwort bekam ich, dass ich meine (allgemeinen, grundlegenden!) Fragen mit meinem Anwalt klären soll. Ganz großes Kino. Ich bleibe aber dran.

    Hier mehr Infos:
    https://plus.google.com/110939034921992786986/posts/cBfyqgzyyV7

  10. 10
    Robert sagt:

    Ob das Verwenden von Produktbildern erlaubt ist oder nicht, ist für mich noch immer nicht ganz klar- ein Link wo explizit steht, dass das Verwenden von Produktbildern erlaubt ist, würde mir sehr helfen! Aber vielleicht wird das ja noch in einem separaten Artikel dieser Serie behandelt!

  11. 11
    Peer Wandiger sagt:

    @ Robert
    Amazon bietet sowohl in den Affiliate-Widgets als auch in der für Affiliates gedachten Product Advertising API explizit Produktbilder an.

    Mehr Bestätigung für die Verwendung der Produktbilder brauche ich ehrlich gesagt nicht.

  12. 12
    Robert sagt:

    Schon klar, dass über die Widgets Bilder extern, also von Amazon auf der eigene Seite eingeblendet werden! Meine konkrete Frage wäre jedoch, ob ich ein Produktbild speichern, und manuell (zB. als Artikelbild) auf meiner Webseite einbauen darf! das Bild liegt dann auf meinem Server, und wird nicht extern vom Amazon Server eingeblendet.

    Dieser Punkt ist für mich noch nicht klar!

  13. 13
    Peer Wandiger sagt:

    Soweit ich das aus den Regeln herauslesen kann, darf man Bilder zwar verkleinern oder vergrößern, aber nicht so irgendwie ändern. Also nicht beschneiden oder ähnliches.

    Ob damit auch ausgeschlossen ist, dass man es herunterlädt und z.B. als Thumbnail für den Artikel nutzt ist schwer zu sagen. Aber da diese ja auch oft beschnitten werden zur Vorschau, würde ich die Finger davon lieber lassen.

  14. 14
    Robin Hood sagt:

    unabhängig davon wie die teilnahmebedingungen nun interpretiert werden müssen, eins steht fest: soviel zeit, dem (ex) partner zu erklären welchen verstoss er an welcher stelle genau begangen haben soll (beweis), sollte wohl drin sein. ansonsten ist die kündigung wirklich nur als willkürlich zu sehen. ausserdem ist das einbehalten der werbekostenerstattungen, die bis zum zeitpunkt der kündigung aufgelaufen sind, wohl auch ganz klar rechtswidrig.

    ich kann jedem der probleme mit amazon hat nur dringend raten über einen anwalt klage einzureichen und sich so sein geld zu holen.

    ob man nach dem ganzen ärger nochmal bei amazon bestellt muss dann jeder selbst entscheiden. ich für meinen teil mache es nicht mehr.

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