Bildquellen für Affiliates – Auf was man achten muss


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Fotos machen Websites lebendiger und interessanter.

Zudem helfen sie oft dabei, Textinhalte verständlicher zu machen und sorgen so insgesamt für ein besseres Nutzungserlebnis.

Das ist für Affiliates natürlich ebenfalls von Interesse, denn zufriedene Besucher sorgen tendenziell auch für mehr Umsatz.

Doch es gibt einige Dinge bei der Nutzung von Bildern und Fotos auf Affiliate-Websites zu beachten.

Hinweis:
Da ich kein Anwalt bin, handelt es sich bei den folgenden Ausführungen um meine persönliche Meinung und meine eigenen Erfahrungen. Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung. Falls konkrete Fragen oder Probleme auftauchen, sollte man sich an einen Anwalt wenden.

Bildquellen für Affiliates

Es gibt eine Menge Quellen für Bildmaterial für Affiliates.

Das Netz ist voll davon und da ist es natürlich verlockend einfach die Google Bildersuche zu nutzen und sich passende Bilder und Fotos zu suchen.

Davon möchte ich als erstes aber gleich mal abraten. Bilder sind genauso wie Texte urheberrechtlich geschützt. Im Gegensatz zu geklauten Texten wird die unberechtigte Nutzung von Fotos und Bildern aber viel schärfer verfolgt und mit hohen Abmahnungen geahndet.

Es gibt angeblich Anwaltskanzleien, die von nichts anderem leben.

Ich weiß wovon ich rede. Vor ein paar Jahren musste ich rund 2.000 Euro an Abmahnungskosten für die Verwendung eines kleinen Fotos in einem Artikel bezahlen.

Das war zwar an sich berechtigt, da ich nicht auf die Lizenz geachtet habe, aber 2.000 Euro für ein kleines Bild in einem Artikel, der gerade mal ein paar hundert male gelesen wurde?

Das macht einen natürlich sensibel. 😉

Deshalb mein erster Tipp: Finder weg von allen Bildern auf anderen Websites, in der Bildersuche und so weiter. Diese sind tabu.

Produktbilder

Als Affiliate ist man sowieso viel eher daran interessiert Produktbilder zu nutzen. Und dafür bieten sich natürlich die Hersteller-Websites an.

Warum also nicht für einen Test-Artikel zu Produkt XY auf der Hersteller-Website nach dem passenden Produktbild suchen und das einfach übernehmen?

Im Grunde machen es viele Affiliates so und oft gibt es auch keine Probleme, da die Unternehmen ja daran interessiert sind, dass ihre Produkte vermarktet werden.

Dennoch ist es eigentlich nicht erlaubt und kann Abmahnungen zur Folge haben. Nicht immer hat das Unternehmen die Rechte entsprechend umfangreich erworben und außer auf der Hersteller-Website, dürfen die Bilder vielleicht gar nicht verwendet werden. Andere Fotos, die eben nicht reine Produktbilder sind, sind da noch gefährlicher.

Wer also sichergehen will, sollte den Hersteller im Vorfeld kontaktieren und von ihm eine schriftliche Erlaubnis einholen, Produktbilder verwenden zu dürfen.

Am besten lässt man sich die Erlaubnis für das gesamte Sortiment des Herstellers geben, so muss man später nicht immer wieder nachfragen.

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Bilder in Partnerprogrammen

Etwas anders sieht es bei Fotos und Bildern aus, die direkt über ein Partnerprogramm angeboten werden.

Ein Beispiel ist hier Amazon, wo neben Textlinks auch Produktbilder für die Affiliates bereitgestellt werden.

Damit ist man auf der sicheren Seite, soweit es möglich ist.

Man sollte dann aber auch die bereitgestellten Werbemittel nutzen. Anpassungen und Veränderungen an den Bildern sind nämlich wiederum problematisch.

So erlaubt Amazon zwar die Skalierung der Produktbilder, aber z.B. keine Beschneidung oder sonstige „Bearbeitung“.

Stellt ein Merchant keine Bilder direkt im Partnerprogramm bereit, so sollte man wieder den direkten Kontakt suchen und um Erlaubnis bitten.

Stockfotos

Auf der sicheren Seite haben sich Affiliates in der Vergangenheit bei der Nutzung von Stockfotos gefühlt.

Diese professionellen Anbieter haben hunderttausende Fotos und Bilder im Angebot und für mehr oder weniger Geld kann man die Nutzungsrechte erwerben. Man muss dann meist den Bild-Urheber im Impressum nennen und durfte die Bilder nur in einer bestimmten Maximalgröße nutzen.

Fotolia ist so ein Anbieter. Ab 1 Euro bekommt man da gute Bilder und Fotos.

Man sollte aber unbedingt die Nutzungsbedinungen des jeweiligen Anbieters genau lesen und befolgen.

Leider drohen aber auch hier dunkle Wolken am Himmel.

Kostenlose Bilddatenbanken

Für etwas Unruhe sorgte vor kurzem ein Urteil zu Pixelio, welches das Landgericht Köln gefällt hat. Bei Pixelio handelt es sich um eine kostenlose Bild-Datenbank im Web.

Demnach muss der Urheber nicht nur auf der Website vermerkt werden, auf dem das Bild angezeigt wird, sondern auch auf dem Bild selbst. Schließlich könne man im Internet das Bild ja auch direkt aufrufen und dann fehlt der Urheberrechts-Hinweis, wenn er nur auf der Website steht.

Das ist natürlich ein hanebüchenes Urteil und noch nicht rechtskräftig. Sollte es das aber werden, gibt es sicher wieder Abmahnungswellen. Übrigens droht die Abmahn-Gefahr dann auch bei Stockfotos. Das ist nicht nur auf kostenlose Bild-Datenbanken beschränkt.

Ich rate aber sowieso von kostenlosen Bild-Datenbanken ab, da es dort immer sein kann, dass jemand absichtlich urheberrechtlich geschützte Bilder einstellt, nur um dann später die Abmahnungen rauszusenden.

Bei Stockagenturen, wo man für die Bilder-Nutzung zahlt, ist das nicht so einfach und viele Gerichte sehen hier nicht automatisch den Nutzer, der das Bild erworben hat, als Schuldigen. Zudem werden die Stockagenturen sicher mit ihren Fotografen in Zukunft Vereinbarungen treffen, dass diese auf eine Kennzeichnung direkt auf dem Bild verzichten.

Eigene Fotos

Bleibt zu guter Letzt noch das eigene Bild-Archiv. Wer viel und gern fotografiert wird sicher Fotos finden, die ein Website-Layout gut ergänzen.

Zudem kann man natürlich auch selbst Fotos von Produkten machen und diese nutzen.

Hier muss man aber unterscheiden zwischen 2 Dingen:

  • Rechte am Bild
    Das typische Urheberrecht. Da gibt es bei eigenen Fotos keine Probleme, da man ja selbst Urheber ist.
  • Rechte am Motiv
    Da wird es schon kniffeliger. Fotografiert man z.B. eine Person und die ist erkennbar auf dem Bild, dann muss man sich von dieser eigentlich eine Erlaubnis einholen.

    Ebenso kann man z.B. nur in öffentlich zugänglichen Bereichen (z.B. Straße) Fotos machen wie man will. Bei Fotos in Gebäuden muss man wiederum meist den Eigentümer um Erlaubnis für die Veröffentlichung fragen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man darauf achten, dass keine erkennbaren Personen auf dem Bild sind und wenn man Produkte fotografiert, sollte man sich ebenfalls die Erlaubnis einholen.

Fazit

So schön Fotos und Bilder auch für die eigene Website sind, sie beinhalten ein nicht zu unterschätzendes rechtliches Risiko.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich immer die Erlaubnis vom Urheber einholen und die generellen Regelungen zur Kennzeichnung, inkl. aktuellen Gerichtsentscheidungen, beachten.



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3 Kommentare für “Bildquellen für Affiliates – Auf was man achten muss”

  1. 1
    JonasB sagt:

    Das ist wirklich ein nerviges Thema. Man könnte noch ergänzen, dass man die meisten Stockfotos nicht bei Facebook und Co teilen darf, weil man damit Facebook eine Unterlizenz einräumt, zu der man in der Regel nicht berechtigt ist.

  2. 2
    Harald Hausmann sagt:

    Und dann habe ich gelesen, da´es auch bestimmte Motive gibt, die sich jemand hat schützen lassen. „Eiffelturm bei Nacht“ zum Beispiel (hat Jimdo berichtet).
    Wußte ich gar nicht.
    Vielleicht sind auch noch andere Motive geschützt, dann kann man auch nicht mehr eigene Fotos verwenden.
    Und später werden dann vielleicht Satzkombinationen „geschützt“. Dann kann man nicht mehr mal was schreiben.
    Tschüß Internet!

  3. 3

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