Linkgeiz wird von vielen als deutsches Problem angeprangert. Ob das wirklich so ist, lasse ich mal dahingestellt.
Unbestreitbar ist allerdings, dass in den letzten Jahren immer mal wieder empfohlen wurde, dass man nicht nach außen verlinken soll, da man dadurch Linkpower verlieren würde.
Sind externe Links also böse und wie sieht das speziell bei Affiliate Websites aus?
Woher kommt der Linkgeiz?
Wie schon gesagt, liegt ein Grund für die “Angst” vor externen Links in den merkwürdigen Ansichten einiger SEOs, die vor ein paar Jahren vertreten wurden.
Dabei wurde angeblich bewiesen, dass ausgehende Link schädlich sind. Das ist so pauschal natürlich Schwachsinn. Warum erläutere ich gleich.
Zudem gibt es gerade unter deutschen Website-Betreibern einen Zwang zum Festhalten der Leser auf den eigenen Seiten. Ja nicht auf eine andere Website verlinken, da die Leser sonst weg sind.
Natürlich sollte man nicht zum direkten Konkurrenten verlinken, aber ansonsten zeugt diese Einstellung von einem geringen Verständnis für die Internet-Realität. Die Leser sind sowieso mit nur einem Klick weg, wenn sie wollen.
Deshalb ist es eher kontraproduktiv, wenn man versucht, die Leser zu “zwingen” auf den eigenen Seiten zu bleiben.
Aber es gibt noch weitere gute Gründe für externe Links.
natürlich Website-Verlinkung
Für Google ist es die oberste Priorität die Websites im Ranking ganz oben zu listen, die für die Leser die besten Inhalte bieten.
Doch da man das als Maschine nicht wirklich beurteilen kann, werden über 200 Faktoren herangezogen.
Und einer davon sind die ausgehenden Links. Denn eine normale Website besitzt neben eingehenden Links eben auch ausgehende Links. Eine Website die ausschließlich eingehende Links aufweisen kann, ist zumindest schon mal auffällig.
externe Links als Ranking-Faktor
Wenn man nach außen verlinkt, sollte man aber einige Sachen beachten.
So ist es wichtig, dass zumindest der Großteil der externen Links eine thematische Relevanz zu den eigenen Inhalten besitzt.
Wer auf seiner Auto-Website massiv auf Unterwäsche-Websites verlinkt, wird natürlich ebenfalls auffällig.
Es ist auch aus Lesersicht gut auf andere Websites zu verlinken. Auf diese Weise kann man für Mehrwert sorgen und die eigenen Inhalte durch gute externe Links aufwerten.
Im Idealfall wird man zu einem sogenannten Hub, der in der eigenen thematischen Nische als wichtige Anlaufstelle angesehen wird.
Insgesamt sollte man es mit den externen Links aber auch nicht übertreiben. Hundert externe Links auf einer Seite sind für eine kleine Website sicher nicht ideal.
Das Dilemma der Affiliates
Nachdem ich die Vorteile von externen Links geschildert habe, muss ich nun auch auf das Dilemma für Affiliates eingehen.
Während die oben genannten Vorteile, vor allem auch der Mehrwert für Stammleser, für normale Websites (die unter anderem auch Affiliate Marketing einsetzen) sehr wichtig sind, spielen viele der Vorteile für reine Affiliate Websites eher eine untergeordnete Rolle.
So ist man bei einer reinen Affiliate Site nicht auf Stammleser aus. Zudem ist bei einer Affiliate Website das oberste Ziel, dass die Besucher so schnell wie möglich auf einen Affiliate Link klicken.
Vor allem dem letzteren Ziel widersprechen zu viele ausgehende Links zu anderen Websites.
Die Lösung dafür ist meiner Erfahrung nach, dass man zwar auch auf reinen Affiliate Sites externe Links einbaut, aber dieses eher vorsichtig und nicht so häufig.
Zudem sollten die Links nicht ganz oben stehen und dem Leser nicht als erstes ins Auge fallen.
Fazit
Externe Links sind also meiner Meinung nach auch für Affiliate Websites sinnvoll, um bessere Google-Rankings zu erreichen. Aber man sollte die Links so einbauen, dass sie von den eigentlichen Affiliate-Links und -Bannern nicht ablenken.
Oberstes Ziel einer Affiliates Website ist es nunmal, dass die Leser auf die Affiliate Links klicken.
Hier gilt es also die richtige Balance für optimale Ergebnisse zu erreichen.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner und Blogger. 




Selbstaendig-im-Netz.de
“…dass man zwar auch auf reinen Affiliate Sites externe Links einbaut, aber dieses eher [...] nicht so häufig.”
Genauso mache ich es auch. Denn natürlich darf auch eine Affiliatesite dem Leser einen Mehrwert bieten. Dass eben dieser Mehrwert nicht nur nach dem Klick auf externe Links entsteht, versteht sich von selbst. Oder?
Hallo Peer,
das mit dem Linkgeiz kann ich für “normale” Webseiten und Blogs nicht nachvollziehen. Letztendlich können zusätzliche Seiten mit gegebenenfalls ergänzenden Inhalten, einen Mehrwert für die Besucher darstellen.
Bei reinen Affilateseiten kann ich das allerdings nicht ganz nachvollziehen, da man ja normalerweise nur Affiliatelinks einbaut.
Jetzt irgendwie Links mit anderen Infos einzubauen, kann ich da nicht wirklich vorstellen. Die Links so einzubauen, dass sie nicht geklickt werden, ist ja nicht so einfach und das kann ich mir auch nicht so recht vorstellen.
Für mich sieht es in der Praxis dann so, wie oben erwähnt aus.
Schöne Grüße
Volker
Das liegt ganz eindeutig an der Mentalität in Deutschland keinem etwas zu gönnen.
Hallo zusammen,
ich setze in meinen Artikeln immer 1-2 externe und 1-2 interne Links. Außerhalb der Artikel sind hauptsächlich interne Links (“Neuste Artikel” etc.), externe Links gehen dann primär auf “Facebook & Co”.
Ich habe zwar keine Statistiken o.ä., aber ich denke das ist die richtige Richtung
Weiterhin viel Erfolg und alles Gute,
Robert