Schadet der WordPress-„noreferrer“ Amazon Affiliates?

Vor einigen Monaten habe ich bereits darüber berichtet, dass es ein neues WordPress-Feature gibt, welches Affiliates Probleme bereiten könnte.

Es geht darum, dass externe Links automatisch mit rel=“noopener noreferrer“ ausgestattet werden, was der Sicherheit dienen soll, aber auch verhindert, dass Partnerprogramme erfahren woher ein Besucher kam.

Auch wenn das Amazon Partnerprogramm (PartnerNet) nicht direkt davon betroffen ist, so stellte sich mir dennoch die Frage, ob es negative Folgen für Amazon-Affiliates haben kann. Im Folgenden erfahrt ihr, was ich dazu herausgefunden habe und ich stelle ein Plugin vor, welches das Problem behebt.

Was macht „noreferrer“?

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Normalerweise übergibt der Browser Informationen über die vorherige Website an die neue Website. Man kann als Website-Betreiber also herausfinden, woher die Besucher auf die eigene Website gelangt sind. Das ist z.B. sehr nützlich, wenn es um Website-Statistiken geht. Man kann auf diese Weise sehen, woher die eigenen Besucher kommen, ob Werbemaßnahmen was gebracht haben und so weiter.

Aber auch viele Partnerprogramme nutzen diese Informationen, um sicherzustellen, dass neue Besucher wirklich von den angemeldeten Affiliate-Websites kommen. Leider gibt es nämlich auch unter Affiliates einige, die eine nicht gerade geringe kriminelle Energie mitbringen. So melden sich manche mit normalen Affiliate-Websites bei einem Partnerprogramm an, verteilen ihre Affiliatelinks dann aber mit unseriösen oder sogar illegalen Methoden im Netz und versuchen auf diese Weise massig Provisionen zu verdienen. Deshalb prüfen Netzwerke wie Affili.net diesen Referrer und schreiben die Provision nur dann gut, wenn ein neuer Besucher von einer angemeldeten Affiliate-Website* kommt.

Allerdings kann man mit dem Referrer natürlich auch böse Dinge machen. Es geht um den beliebten target=“_blank“ Zusatz bei Websites. Damit bleibt die ursprüngliche Website offen und die neue Website lädt in einem neuen Reiter. Allerdings kann man mit Hilfe des Referrer die Ursprungs-Website manipulieren und in diesem Reiter eine andere Seite laden. Die könnte man z.B. optisch genauso aussehen lassen, aber mit Malware bestücken oder ähnliches.

Mit dem Zusatz rel=“noopener noreferrer“ hat WordPress also eine Sicherheitslücke geschlossen, aber das ändert nichts daran, dass es für Affiliates dadurch auch kräftige Einnahmeneinbußen geben kann.

Schadet der WordPress-„noreferrer“ Amazon Affiliates?

Was ich damals noch nicht endgültig beantworten konnte war die Frage, ob auch Amazon-Affiliates negative Auswirkungen dadurch erleiden. Amazon wertet den Referrer zwar nicht aus, um Provisionen zuzuordnen, weshalb man keine Provisionen verliert, aber angeblich prüft man diesen dennoch, um die Qualität und Ehrlichkeit von Affiliates zu prüfen. Kann dies dazu führen, dass ein Amazon-Affiliate vielleicht aus dem PartnerNet rausfliegt?

Diese Frage habe ich direkt an das Amazon PartnerNet Team gestellt und eine Antwort bekommen:
„By the terms of the Operating Agreement, affiliates are not to obscure the referring URL. Doing so is a violation. Will obscured referring URLs get someone immediately closed? No. Will it raise suspicion and invite closer scrutiny? Yes“

Übersetzt lautet die Antwort:
„Laut den Teilnahmebedingungen ist es Affiliates nicht erlaubt die Referrer-URL zu verschleiern. Wird das gemacht, ist das ein Verstoß. Werden verschleierte Referrer-URLs dazu führen, dass der PartnerNet-Account sofort geschlossen wird? Nein. Wird es dazu führen, dass Amazon skeptisch wird und genauere Überprüfungen durchführt? Ja.“

Es muss sich also niemand Sorgen machen, dass er nun automatisch deswegen aus dem Amazon PartnerNet rausfliegt. Amazon ist sich dieser Problematik bewusst und wird da wahrscheinlich auch in Zukunft versuchen eine Lösung zu finden. Dennoch fällt Amazon natürlich auf, wenn es keine Referrer-Informationen mehr gibt und aus den weiter oben genannten Gründen schaut man dann genauer hin und überprüft, ob hier das WordPress-Problem der Grund ist oder ob jemand versucht zu betrügen.

Das Risiko steigt also schon, wenn man nicht wieder dafür sorgt, dass der Referrer übergeben wird. Auf der anderen Seite öffnet man damit natürlich wieder die Sicherheitslücke. Diese ist zwar nicht riesig, wenn man aufpasst, welche Websites man verlinkt, aber dennoch ist diese da. Eine Lösung wäre, in Zukunft auf target=_blank

Nutzt ihr target="_blank" bei euren Affiliatelinks?

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WordPress-„noreferrer“ deaktivieren

In diesem Artikel habe ich bereits eine Lösung präsentiert, wie man das automatische Einfügen von rel=“noopener noreferrer“ („noopener“ ist für Affiliates kein Problem, wird aber automatisch auch mit eingefügt) im visuellen Editor verhindern kann.

Das funktioniert ganz okay, aber auch nicht so richtig. Im HTML-Editor wird z.B. dennoch ein rel=“noreferrer“ eingefügt, wenn man den Link-Dialog nutzt. Das muss man dann manuell entfernen.

Durch Zufall habe ich ein anderes Plugin entdeckt, welches mit dem Problem auch im HTML-Editor aufräumt. Das Plugin heißt Ultimate Nofollow und ist eigentlich dazu gedacht im Link-Dialog eine Checkbox hinzuzufügen, mit der man ein rel=“nofollow“ zu einem Link hinzufügen kann. Zudem kann man damit automatisch alle URLs in Kommentaren und in der Blogroll auf nofollow stellen.

Nach meinen Tests sorgt dieses Plugin aber automatisch ebenfalls dafür, dass rel=“noreferrer“ nicht mehr im HTML-Editor eingefügt wird. Wer also den HTML-Editor nutzt, sollte dieses Plugin installieren.

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11 Gedanken zu „Schadet der WordPress-„noreferrer“ Amazon Affiliates?“

  1. Hallo Peer,

    vielen dank für den hilfreichen Artikel. Ich hatte mich zwischenzeitlich auch nochmal mit dem Thema beschäftigt.

    Es ist doch mittlerweile so, dass WordPress das Problem mit dem „noreferrer“ behoben hat oder? Zumindest wird dieser bei mir nicht mehr automatisch hinzugefügt.

    Bin gerade ein wenig verunsichert :-(.

    Liebe Grüße
    Sven

    Antworten
    • Aus WordPress Sicht ist das kein Problem, sondern ein wichtiges Sicherheitsfeature. Würde mich wundern, wenn das wieder entfernt wurde. Bei mir ist es jedenfalls noch da.

      Antworten
      • Du hast Recht. Habe mich vertan. War ein wenig verwirrt, denn ich nutze das von dir empfohlene Plugin Ultimate Nofollow schon seit längerem. Vielleicht ist mir das Problem daher nicht mehr begegnet^^ ;-).

        Antworten
      • Hallo Peer,

        danke für die Infos. Ich denke aber auch, dass sich das noreferrer „Problem“ erledigt hat. Hab an verschiedenen Stellen gelesen, dass seit WordPress 4.8 das automatische noreferrer wieder entfernt wurde. Noopener ist geblieben.

        Hier z.B. in den Kommentaren: https://www.content-iq.com/2017/05/02/wo-kommen-die-rel-attribute-in-euren-wordpress-links-her/

        Ich habe bspw. meine letzten Affiliate-Links in einem Artikel benutzt, den ich vor dem 4.7.4-Update geschrieben habe. Nach langer Pause hatte ich wieder einen Artikel verfasst. Dies war nach dem 4.8-Update. Ich habe auf meiner Seite nirgens norefferer-Links entdeckt.

        Damit sollte es doch kein Problem mehr mit den Einnahmen geben, oder?

        Viele Grüße
        Mathias

        Antworten
  2. Ich habe bei mir einen allmählichen und deutlichen Rückgang der Affiliate-Einnahmen festgestellt, seit ich immer mehr Seiten mit dem noreferrer Tag hab. Und dies, obwohl die Zugriffszahlen gestiegen sind. Ich kann mir den Rückgang nicht anders erklären.

    Antworten
  3. Beim offiziellen Amazon Plugin kann man ja folgendes aktivieren

    Remove rel=“noreferrer“ for Amazon Affiliate Links from all posts

    Ich bin recht neu und nun stellt sich mir die Frage… Aktivieren oder nicht? Was meinst du?

    Danke

    Antworten
    • Aktuell scheint WordPress das wohl wieder dekativiert zu haben. Bei meinen Tests wurde bei der Nutzung von target=“_blank“ nur noch rel=“noopener“ hinzugefügt, was ja kein Problem darstellt. Damit scheint sich das Problem erstmal erledigt zu haben.

      Ich werde das oben im Artikel mal als Update ergänzen.

      Antworten
  4. Also wenn man rel=“noopener noreferrer“ beim Amazon Link anwendet, dann wird man nach einer Zeit sobald die Website eine deutliche Verbesserung in der Google Suche hat und somit auch viel mehr Besucher plötzlich hat, von Amazon Partnerprogramm verbannt, und das obwohl Jahre lang eine Webseite Einnahmen generiert hat.

    Das hat Meine Webseite die letzten Tage bewiesen. Und man hat überhaupt keine Möglichkeit etwas dagegen zu machen, alles wird einfach abgelehnt. Ganz Toll Amazon!

    Und Amazon schrieb:

    Hallo,

    wie bereits in der vorangegangenen Korrespondenz erläutert, haben wir Dein Amazon Partnerkonto aufgrund der Verletzung unserer Teilnahmebedingungen geschlossen.

    Die Entscheidung dein Partnerkonto zu schliessen und noch nicht ausbezahlte Werbekostenerstattungen einzubehalten ist endgültig.

    Alle weiteren Konten, die wir Dir zuschreiben können oder die Du in Zukunft versuchen solltest zu eröffnen, werden wir möglicher Weise schließen und bereits entstandene Werbekostenerstattungen gemäß der Teilnahmebedingungen des EU-Partnerprogramms einbehalten.

    Wir bitten Dich, alle dem Amazon EU-Partnerprogramm zugehörigen – oder in Verbindung mit dem EU-Partnerprogramm stehenden Inhalte -, Amazon Marken sowie von Amazon zur Verfügung gestellte Inhalte und Links zur Amazon.de Shopseite unverzüglich zu entfernen. Wir behalten uns des Weiteren etwaige Ansprüche gegen Dich vor.

    Wir werden auf eine erneute Anfrage zu diesem Thema nicht mehr reagieren.

    Vielen Dank für Dein Verständnis in dieser Angelegenheit.

    Freundliche Grüße

    Amazon.de Partnerprogramm
    http://www.amazon.de/partner

    Antworten

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