Integrität und Ehrlichkeit von Affiliates – Kann man ohne Lügen Geld verdienen?

Integrität und Ehrlichkeit von Affiliates - Kann man ohne Lügen Geld verdienen?Beim Affiliate Marketing* besteht für den Affiliate die Möglichkeit alles mögliche zu bewerben und dafür Provisionen zu bekommen. Welche Rolle spielt Integrität und Ehrlichkeit im Affiliate Marketing und was spricht dafür und was dagegen?

Denn der Affiliate ist relativ frei darin, wie er die Affiliate-Links und Banner einsetzt. Es gibt zwar rechtlichen Grenzen, aber diese sind oft nicht so genau, dass der Affiliate nicht genug zweifelhafte Möglichkeiten finden würde, für mehr Sales oder Leads zu sorgen.

Integrität und Ehrlichkeit von Affiliates

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Der ein oder andere wird sich schon bei der Einleitung gefragt haben, was dieser Artikel soll.

„So lange etwas Geld bringt, ist es auch Okay.“

Das ist zumindest die Einstellung mancher Menschen und diese gibt es zum Teil auch unter den Affiliates. Das will ich hier gar nicht beschönigen.

Zudem liegt die moralische Messlatte für jeden Menschen eben woanders und was für den einen noch okay ist, ist für den anderen schon nicht mehr in Ordnung.

Deshalb will ich hier gar nicht irgendwelche allgemeingültigen Regeln aufstellen, sondern nur meine Gedanken und meine Einstellung zu diesem Thema niederschreiben.

Dürfen Affiliates lügen?

Eine gute Frage.

  • Ist es noch okay, wenn man ein Buch empfiehlt, was man selber nicht so toll findet, aber es ist auch kein Schrott?
  • Wie sieht es mit Abnehmprodukten aus, die zwar wirken, aber gesundheitlich nicht unbedenklich sind?
  • Oft genug trifft man im Internet auf gefakte Erfahrungsberichte und Tests, die dazu dienen, Affiliate-Provisionen zu erzielen.

Natürlich müssen sich auch Affiliates an Gesetze halten. Das bedeutet, dass gewisse Maßnahmen einfach nicht erlaubt sind.

Zudem haben Partnerprogramme und Affiliate-Netzwerke meist bestimmte Regeln, die bei Nichtbeachtung den Ausschluss und oft auch die Einbehaltung der Provisionen zur Folge hat.

Doch darüber hinaus gibt es eben auch eine mehr oder weniger dunkle Grauzone, wo jeder Affiliate für sich selbst die Entscheidung treffen muss, was noch okay ist und was nicht.

Das teilt sich in 2 Bereich auf.

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Was man bewirbt

Zum einen geht es natürlich um die Produkte und Leistungen, die man als Affiliate bewirbt. Ich bewerbe z.B. Affiliate-Programme, mit denen ich selber positive Erfahrungen gemacht habe, bzw. wo ich reinen Gewissens etwas empfehlen kann.

Das bedeutet bei mir nun aber nicht, dass ich nur Programme bewerbe, die ich auch immer nutze. Aber ich schaue mir die Produkte und Leistungen vorher genau an und entscheide dann, ob ich dahinter stehen kann oder nicht.

Es gibt aber auch viele Affiliates, denen das völlig egal ist. Sie selber regen sich oft auf, wenn jemand ihnen was unterjubeln will oder sie im Geschäft um die Ecke übervorteilt werden. Und natürlich schimpfen diese Leute auch auf die bösen Banken, die kein Gewissen haben usw.. Selber sind sie dann aber auch nicht viel besser.

Dazu kann ich nur den alten Spruch wiederholen: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“

Diesen Spruch kann man natürlich auch im 2 Bereich anbringen.

Wie man es bewirbt

Neben dem „was“, ist oft auch das „wie“ der „casus knacksus“.

So gibt es z.B. Affiliates, die unsichtbar auf jeder Seite ein Shop-Cookie setzen, so dass jeder Besucher automatisch damit „versehen“ wird. Und so bekommt der Affiliate dann immer eine Provision, wenn irgendeiner seiner Besucher in diesem Shop etwas einkauft. Egal, ob diese Person wirklich auf einen Affiliate-Link geklickt hat oder das überhaupt mitbekommen hat.

Zu diesem Thema gehört aber auch die Maskierung von Affiliate Links, die ich in einem Artikel vorgestellt habe. Ich kann durchaus verstehen, dass dies manche schon als nicht mehr in Ordnung ansehen.

Für mich ist das okay, da der maskierte Link nichts ist, was ich dem User unterschieben will. Das heißt, ich ziehe da für mich die Linie, dass der maskierte Link genau das enthält, was ich dem Besucher verspreche. Ich schiebe ihm also nichts unter.

Aber auch daran sieht man, dass die Beurteilung von Affiliate-Maßnahmen manchmal nicht so einfach ist und von jedem selbst vorgenommen werden muss.

Das fängt ja schon bei der Kennzeichnung von Affiliate-Links an. Rechtlich auch eine Grauzone, ist für manche damit schon die Integrität eines Affiliates zerstört, wenn dieser seine Affiliate-Links nicht als solche kennzeichnet.

Klar ist für mich aber z.B. eine Grenze überschritten, wenn man von einem Test spricht, wenn man das Produkt eigentlich gar nicht getestet hat oder gar nicht besitzt.

Was bringt mir Integrität und Ehrlichkeit?

Das heutige Thema hängt auch sehr stark mit dem grundsätzlichen Charakter eines Menschen zusammen. Wer generell nach dem Motto lebt, dass der Zweck die Mittel heiligt, der wird maximal darauf achten, dass er nicht mit Gesetzen in Konflikt kommt. Alles andere ist für ihr okay.

Wer dagegen generell auf andere Menschen Rücksicht nimmt und für den Geld verdienen wichtig, aber nicht das Wichtigste ist, der wird auch im Affiliate Marketing entsprechend handeln.

Integrität und Ehrlichkeit bringen zum einen natürlich etwas für einen selber. Ich verdiene gern Geld (und lebe als Selbstständiger davon) und probiere auch viel aus, aber ich will mir jeden Tag im Spiegel in die Augen sehen können.

Des Weiteren spielt die Tatsache, dass ich selber 2 Kinder habe auch eine gewisse Rolle. Schließlich versuche ich ihnen beizubringen was Recht und was Unrecht ist und ich kann und will nicht auf der anderen Seite Leute im Web über den Tisch ziehen.

Ist man kein reiner Affiliate, sondern betreibt einen Blog oder eine Website, auf der man u.a. Affiliate Marketing nutzt, wirkt sich das eigene Verhalten natürlich auch auf das öffentliche Image und die eigene Reputation aus.

Immer wieder haben mir Leute erzählt, dass ich viel mehr aus meinem Blog herausholen könnte und dieses oder jenes als Affiliate bewerben sollte. Aber ich habe da eine langfristige Einstellung. Ich möchte mir etwas Solides aufbauen und das ist mir in mehr als 10 Jahren sehr gut gelungen, auch ohne zu lügen. Ich werde nicht wegen ein paar Euros das Vertrauen zerstören, welches mir viele Besucher seit langer Zeit entgegen bringen.

Für reine Affiliates spielt das allerdings meist kaum eine Rolle, da es da weder Stammleser, noch sonst irgendwie einen Imageaufbau gibt. Das bedeutet aber nicht, dass diese keine Grenzen kennen. Ich kenne viele Affiliates, die an die Grenzen gehen, aber nicht darüber hinaus.

Viele Affiliates fordern von Netzwerken und Merchants Ehrlichkeit und Transparenz bei der Abrechnung der Provision. Sollte man für sich selber nicht auch die gleichen Maßstäbe ansetzen, die man von anderen fordert? Ich denke schon.

Wie seht ihr das?

Welche Rolle spielt Integrität und Ehrlichkeit bei euch im Affiliate Marketing? Oder ist die Steigerung der Einnahmen das einzige was zählt?

Wie wichtig sind Integrität und Ehrlichkeit im Affiliate Marketing für dich?

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3 Gedanken zu „Integrität und Ehrlichkeit von Affiliates – Kann man ohne Lügen Geld verdienen?“

  1. Das Internet ist ein Schlachtfeld. Sieger ist, wer zum Schluss noch steht. Es wird gelogen und betrogen – und ein großer Teil der Masse merkt das nicht einmal. Die Presse macht es doch genau so. Letztendlich ist es völlig egal, ob man die Menschen belügt. Solange es die große Masse niemals merkt.

    Da es im Internet ein großes kommen und gehen gibt, ist es eigentlich auch nicht wichtig ehrlich zu sein. Als Affiliate hast du die Aufmerksamkeit von deinem Publikum für ein paar Tage oder Wochen. Je nachdem in welchem Bereich man so tätig ist auch Monate. Wenn die Weg sind, dann kommen neue nach.

    Ein Beispiel für Ehrlichkeit: Ich hatte einen YouTuber abonniert. Netter Kerl, recht bekannt und sympathisch. Dann zeigt er mir die Vorteile von seinem Microsoft Handy und auch, wozu er es benutzt.
    Ca. 1 Jahr Später sehe ich zufällig ein Q&A, in dem er gefragt wird, ob man x oder y mit einem Microsoft Handy machen kann. Seine Antwort: „Da bin ich ganz offen und ehrlich, ich habe keine Ahnung. Da kann ich dir nicht weiterhelfen, denn ein Microsoft Handy habe ich noch nie benutzt.“

    Danach war für mich Schluss. Ich lass mich doch nicht ver***en. Den 400.000 anderen Abonnenten jedoch war das total egal. Das hat sonst niemand bemerkt.

    Daraus habe ich 2 Dinge gelernt:
    1. Wer anfängt zu lügen, der muss immer lügen
    2. Ich bleibe ehrlich

    Denn ständiges lügen ist furchtbar anstrengend. Davon abgesehen bekomme ich von meinen Lesern Nachrichten wie: „Vielen Dank, dass du dir so viel Mühe gibst.“ „Deine Seite ist großartig, ich habe genau das gefunden, was ich gesucht habe.“ und so weiter.

    Es macht für mich wesentlich mehr Spaß, dabei zu denken: „Danke, gern geschehen“ als „Du Idiot fällst auch auf jeden Trick rein“

    Ich mache bei diesem Schlachtfest der Lügen nicht mit. Wer zu mir kommt, der kann sicher sein, gut beraten zu werden. Ich kann auch mit Ehrlichkeit mein Geld verdienen.

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  2. Ich finde es erschreckend wie viele von diesen Seiten es gibt, die einfach nur Produkte bewerben oder als Tests ausweisen und meist nur irgendetwas aus der Beschreibung und den Kommentaren zusammenbauen. Wenn ich selbst ein Produkt suche dann ist es mir schon ein graus wenn ich immer auf solche Seiten gelange die halt sehr gut optimiert sind, mir aber eigentlich keinen ehrlichen Mehrwert bieten. Das fällt häufig auf wenn man nicht nur den einen Test/Bericht zu dem Produkt liest, sondern sich auch weitere anschaut. Aber wie sagt man so schön: Geld regiert die Welt und davon möchte man dann möglichst viel haben, egal auf welche Kosten. Genau das zerstört für mich das Vertrauen in solche Affiliate Seiten, selbst wenn der Betreiber hier ehrlich und offen ist. Sobald ich die Seite aufrufe und erkenne, dass es viele Links zu Amazon oder andere Werbung enthält bin ich wieder weg.

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  3. Das ist ein ganz schwieriges Thema. Nicht nur im Affiliate Bereich wird ganz oft gelogen. Oder Teile der Wahrheit weggelassen. Man weiß am Ende als Verbraucher eigentlich nicht mehr was man noch glauben kann und was nicht.

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