2. Hosting, WordPress und Plugins – Schritt für Schritt zur erfolgreichen Affiliate Website

Im 2. Teil dieser Artikelserie über den schrittweisen Aufbau einer Affiliate-Site geht es um technische Aspekte.

Zum einen installiere ich WordPress, welches sich ideal für so eine Affiliate-Site eignet.

Dazu brauche ich natürlich einen Hosting-Anbieter und gehe in dem Zusammenhang auch auf ein paar Punkte zum Thema Hosting-Anforderungen ein.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die Plugins. Es gibt einige Plugins, die ich für sehr sinnvoll halte, wenn man eine Affiliate-Site mit WordPress umsetzt.

(Hinweis: Im nächsten Artikel dieser Serie werde ich dann die Domain bekanntgeben und das Layout auswählen. Erst dann macht es Sinn hier auch einen Link zur Affiliate-Site zu veröffentlichen.)

[Dieser Artikel ist Teil der Serie „7 Schritte zur erfolgreichen Affiliate Website„]

Hosting

Bevor ich überhaupt mit der Installation beginne benötige ich erstmal einen Webspace.

Nun ist natürlich ein Kriterium, dass es nicht zu teuer sein sollte. Schließlich beginnen wir gerade mit diesem Projekt und es ist nicht sicher, ob es am Ende überhaupt wirklich ein Erfolg wird. Deshalb gilt es schon auf die Ausgaben zu achten.

Auf der anderen Seite soll die Qualität stimmen. Es bringt gar nichts, wenn die Kosten minimal sind, aber unsere Affiliate-Website dann quälend langsam und immer mal wieder nicht erreichbar ist.

Ich habe in den vergangenen Jahren einige Erfahrungen mit Webhosting-Anbietern gemacht. Und mit einigen davon bin ich bis heute zufrieden.

Deshalb habe ich mich für All-Inkl.com entschieden. Die Performance ist gut und der Service ist hervorragend. Zudem kostet der Tarif „Privat“ nur 4,95 Euro im Monat, wenn man länger voraus zahlt sogar noch weniger.

Mit 5 MySQL-Datenbanken kann man gleich mehrere Affiliate-Sites installieren und spart damit Kosten. Und auch der spätere Umzug auf einen höheren Tarif oder einen Managed Server ist problemlos möglich und All-Inkl. kümmert sich um alles. Man kann bei All-Inkl übrigens auch einen kostenlosen Testaccount anfordern und 1 Woche testen.

Natürlich gibt es auch günstigere Anbieter, wo man noch den einen oder anderen Euro pro Monat spart. Aber bei Massenhostern wie 1Blu oder Strato habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht. Die Performance hat früher oder später nachgelassen und einfach mal auf einen anderen Tarif umziehen war auch nicht so einfach. Vom Support will ich gar nicht reden.

Anforderungen an den Webspace

Es gibt ein paar Anforderungen, die der Webspace erfüllen muss, um WordPress problemlos zum laufen zu bekommen:

  • PHP
    Als Minimum Vorausetzung gilt aktuell die Version 4.3 Aber man sollte idealerweise PHP 5.2 oder höher aktiviert haben, denn die kommende Version 3.2 von WordPress setzt angeblich die Version 5.2 voraus
  • MySQL
    Ähnlich sieht es bei der Datenbank aus, die benötigt wird. Aktuell läuft WordPress auch mit der MySQL-Version 4.1.2, aber WordPress 3.2 wird mindestens die Version 5.0.15 voraussetzen.
  • mod_rewrite
    Das Apache-Server-Modul „mod_rewrite“ ist dafür zuständig, dass WordPress mit schönen „sprechenden“ URLs ausgestattet werden kann. Es sollte also vorhanden sein.
  • Memory-Limit
    Memory Limit PluginNicht ganz unwichtig für die Performance der WordPress-Seite ist das Memory-Limit. Dieses sollte mindestens 64 MB betragen, damit die aktuelle WordPress-Version problemlos läuft.

    Mit dem WordPress-Plugin WP-Memory-Usage kann man sich anzeigen lassen, wie viel Speicher WordPress belegt.

Die Voraussetzungen sind also überschaubar, aber die genannten Punkte sollten erfüllt sein. Wenn der Hoster deiner Wahl diese Detail auf den Bestellseiten nicht angibt, dann einfach mal eine Mail schreiben und danach fragen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass man so gleich mal den Support testen kann. :-)

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WordPress-Installation

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Die WordPress-Installation selber ist einfach und schnell erledigt.

Variante 1 – Vorinstalliert durch Hoster
WordPress VorinstalliertAll-Inkl.com und auch andere Anbieter bieten die Möglichkeit, mit wenigen Klicks verschiedene bekannte Open Source Softwarelösungen zu installieren.

Dazu geht man im Admin bei All-Inkl auf „Tools“->“Software-Installation“ und wählt WordPress aus. Mit Version 3.0.5 ist zwar nicht die aktuelle Version vorhanden, aber die vorletzte. Und das spätere Update auf 3.1. geht auch sehr einfach.

Ich bin da aber eher für die manuelle Variante, aber für alle, die sich mit entpacken, FTP, Upload und so weiter nicht auskennen, für die ist das eine sehr schön Alternative.

Variante 2 – manuelle Installation
WordPress installierenAuf Blogprojekt.de habe ich die Installation von WordPress schon mal ausführlich beschrieben.

Dieser Artikel ist zwar schon etwas älter, aber viel hat sich nicht geändert.

Man benötigt ein FTP-Tool (FileZilla ist das empfehlenswert) samt FTP-Zugangsdaten (die man im Admin seines Webspace-Anbieters findet).

Zudem muss man vorher eine neue Datenbank im Webspace-Admin anlegen und die Zugangsdaten benötigt man dann für die Installation.

Nach dem Hochladen der entpackten WordPress-Zip-Datei gibt man in seinem Browser folgende URL ein: „www.deinedomain.de/wp-admin/install.php

Dann sind es nur wenige Schritte und man muss ein paar Daten eingeben. Aber dann ist es schon erledigt. WordPress selber hat eine schriftliche 5 Minuten Anleitung zusammengestellt.

WordPress-Einstellungen

Hat man WordPress installiert, muss man ein paar Einstellungen vornehmen.

Auch dazu habe ich auf Blogprojekt.de schon einen umfangreichen Artikel veröffentlicht.

Die wichtigsten Einstellungen möchte ich hier nochmal durchgehen.

Kommentare
Das ist natürlich jedem selber überlassen, aber der Einfachheit halber und weil das auf einer Affiliate-Site nicht sein muss, habe ich die Kommentare deaktiviert. Zu finden ist das unter „Einstellungen“->“Diskussion“

Einstellungen

Leser können also keine Kommentare hinterlassen.

Permalinks
Damit man schöne „sprechende“ URLs bekommt, kann man in den „Einstellungen“->“Permalinks“ eine vorgegebene Variante auswählen oder eine eigene eingeben.

Einstellungen

Ich habe mich hier für eine eigene Variante entschieden.

WYSIWYG oder HTML-Editor
Ob man lieber den Word-ähnlichen WYSIWY-Editor oder einen reine Code-HTML-Editor (da sieht man die HTML-Tags) nutzen will, ist Geschmackssache.

Man kann dies jedenfalls im eigenen Profil unter dem Menü-Punkt „Benutzer“->“Dein Profil“ einstellen.

Affiliate-Plugins

Kommen wir zu den Affiliate-Plugins, die ich für sinnvoll halte (alphabetisch).

Die meisten davon werde ich bei mir einsetzen.

  • CSV 2 POST Free Data Importer
    Mit dem Plugin „CSV 2 POST Free Data Importer“ kann man CSV-Daten, z.B. von Produkten, automatisch als einzelne Artikel in den eigenen Blog importieren. Diese kann man danach noch anpassen und auch einstellen, in welchen Abständen diese Posts dann automatisch veröffentlicht werden sollen. Extrem umfangreiches Plugin.
  • Google Analyticator
    Um meine Statistiken zu messen, setze ich Google Analytics ein. Mit dem Plugin „Google Analyticator“ ist das einfach und schnell erledigt.
  • Google XML Sitemaps
    Das Plugin „Google XML Sitemaps“ erzeugt automatisch eine XML-Sitemap, die Google dann nutzen kann, um alle Inhalte schnell und einfach zu indexieren.
  • KB Linker
    Das Plugin „KB Linker“ ist eine schöne Sache. Damit kann man einzelne Wörter automatisch im gesamten Blog mit einem (Affiliate)-Link versehen. Es gibt allerdings einen Fehler, denn man beheben sollte. Alternativen sind „Automatic SEO Links“ oder „WP Auto Affiliate Links
  • Limit Login Attempts
    Um den eigenen Blog etwas abzusichern, installiere ich dieses Plugin mit dem Namen „Limit Login Attempts„. Falls jemand versucht euer Login zu erraten und immer wieder Benutzername und Passwort eingibt, sperrt dieses Plugin die Login-Seite nach einer bestimmten Anzahl Versuche und informiert euch per Mail über die Versuche.
  • Ozh Better Feed
    Mit „Ozh Better Feed“ könnt ihr euren RSS-Feed aufpeppen und z.B. Affiliate Links in den Feed einbauen.
  • Pretty Link
    Mit dem Plugin „Pretty Link“ in der Lite Version kann man Affiliate-Links maskieren, so dass sie nicht mehr so einfach als Affiliate-Links zu erkennen sind.
  • Sexy Bookmarks
    Das Social Web sollte man als Affiliate auch nutzen. Eine Möglichkeit ist das Plugin Sexy Bookmarks, welches auch noch schick aussieht.
  • W3 Total Cache
    Das Plugin „W3 Total Cache“ ist zu Beginn sicher nicht unbedingt notwendig, aber es schont die Ressourcen, da es einmal aufgerufene Seiten komplett zwischenspeichert, so dass für einen gewissen Zeitraum nur diese Kopie angezeigt werden muss und WordPress nicht jedes mal die Seiten komplett aus der Datenbank generieren muss.
  • WordPress Video Plugin
    Videos sind im Affiliate Marketing eine wichtige Waffe. Mit dem Plugin „WordPress Video Plugin“ kann man sehr einfach Videos von diversen Video-Plattformen einbinden.
  • WpAds
    Zur Verwaltung von Affiliate-Bannern und zur einfachen Pflege nutze ich das Plugin „WPAds„. Es gibt jedoch eine Menge Banner-Plugin-Alternativen, die ich auf Selbständig im Netz vorgestellt habe.
  • wpSEO
    Das SEO-Plugin meiner Wahl ist wpSEO *. Es kostet in der Single-Site-Lizenz 20 Euro. Kostenlose Alternativen habe ich auch schon gestestet.
  • WP Permalauts
    Das Plugin „WP Permalauts“ sorgt für den richtigen Umgang mit deutschen Umlauten in den Permalinks.
  • Yet Another Related Posts Plugin
    Um die interne Verlinkung zu verbessern, nutze ich das Plugin „Yet Another Related Posts Plugin„.

Natürlich gibt es noch viele weitere Plugins, die man auf einer Affiliate-Site einsetzen könnte. Z.B. spezielle Affiliate-Plugins für einzelne Anbieter, wie etwa Amazon.

Aber diese werde ich hier nicht oder erst später nutzen.

Weitere Informationen zu Affiliate Plugins gibt es auf Selbständige im Netz.

Wenn ihr in WordPress eure FTP-Daten hinterlegt, könnt ihr die Plugins auch direkt im Admin installieren und müsst sie nicht erst von WordPress.org downloaden und manuell per FTP auf euren Server hochladen.

Plugins installieren

Dazu geht ihr auf „Plugins“->“Installieren“ und gebt dort in das Suchfeld den Namen des Plugins ein. Dann müsst ihr nur noch auf „Jetzt installieren“ klicken.

So geht es weiter

Im nächsten Teil der Serie „7 Schritte zur erfolgreichen Affiliate Website“ geht es um das Layout der Affiliate-Site. Und ich gebe dann auch die URL zur Affiliate-Website bekannt.

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6 Gedanken zu „2. Hosting, WordPress und Plugins – Schritt für Schritt zur erfolgreichen Affiliate Website“

  1. Hi,
    Das CSV 2 POST Free Data Importer Plugin finde ich ganz interessant…allerdings ist es bei WP nicht so gut bewertet und die volle Version kostet 50$. Hast du die volle Version irgendwo im Einsatz? Oder reicht die Demo auch schon für die ersten Tests aus?

    Grüße,
    Carsten

    Antworten
  2. Hallo!

    Tolle und kompakte Infos wie immer…

    Aber eines verstehe ich nicht…wieso ein Plugin für die Videos? Die kann man ja auch so leicht einfügen!

    Es wurde mit der neuen Version von WordPress etwas komplizierter aber den Einbettungscode einfach im html-editor einfügen und fertig.

    Oder hat das Plugin irgend welche Vorteile??? Ich kenne das Plugin leider nicht!

    In meinem Theme habe ich ein eigenes Plugin bzw. eine eigene Funktion zum Videos einbinden für simple Einbettung und verschiedene Videoplayer wie Flowplayer…

    Das Plugin interessiert mich wegen meinem anderen Blog! Da ich dort dieses Theme verwende wie Du (leicht abgeändert)!

    MfG

    Csaba Nagy

    Antworten
  3. Sicher ist das Plugin nicht 100% notwendig. Aber es erleichtert den Einbau, da man eben nicht den Code heraussuchen muss, sondern die ID des Videos reicht.

    So muss man weniger Code einbauen. Aber das ist Geschmackssache. :-)

    Antworten
  4. Sehr schöner Artikel, die Auflistung der Plugins hat mir sehr gefallen. Allerdings verstehe ich nicht, dass immer alle von Strato abraten? Ich hab seit über 5 Jahren verschiedene Root-Server bei Strato (aktuell kostet der glaub ich 59,-) mit Top-Hardware, viel Platz und unbegrenztem Traffic. Klar, der Support ist etwas lahm aber bei einem Root-Server ist man ja selbst verantwortlich. Was Preis/Leistung angeht, ist das bei den Root-Paketen wirklich super. Beim Webspace siehts natürlich anders aus, das ist bei Strato mMn überteuert (und der lahme Support, wobei der sich auch verbessert hat in den letzten 5 Jahren).

    Antworten
  5. Hi Peer,

    ich habe schon auf mehreren Blogs versucht WPAds zum laufen zu bringen. Bei mir wird das Plugin aber nie im Blog angezeit. Ich habe mir das damit erklärt das es evtl. unter WP 3.x.x nicht läuft. Hast Du es schon im Einsatz und es funzt? Dann werde ich es noch mal probieren es zur Arbeit zu bewegen.

    Antworten
  6. @ Michael
    Root Server sind sicher nichts für 95% der normalen Leute. Selbst ich traue mich da nicht ran und habe einen Managed Server.

    @ Micha
    Du musst in deinem WordPress-Theme den PHP-Code der jeweiligen Banner-Zone einbauen. Das läuft nicht über Widgets bei WPAds.

    Ich veröffentliche demnächst aber noch einen weiteren Artikel, in dem ich gute Banner-Plugins vorstellen. Gerade gestern habe ich ein neues Plugin gefunden, dass ich hier im Blog schon teste.

    Antworten

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