Tipps für Affiliate-Domains – 3. Domainendung, rechtliche Aspekte und Tools

In den ersten beiden Artikeln dieser Serie habe ich Das Ende der Keyword-Domains? hinterfragt und über Aufbau, Keywords, Extensions und mehr geschrieben.

Im heutigen dritten und abschließenden Teil geht es um die Domainendung, rechtliche Aspekte bei der Domainwahl und nützliche Tools.

zurück zu Teil 2

Welche Domainendung sollte es sein?

Hat man sich für einen Domainnamen entschieden, muss man nun noch die TLD (Top-Level-Domain) wählen.

Für deutsche Affiliates ist hier in der Regel die DE-Endung erste Wahl. Leider sind viele gute Domainnamen mit der Endung .de bereits vergeben.

Da stellt sich dann die Frage, ob man den Domainnamen so anpasst, dass sich doch eine freie .de-Domain finden lässt oder ob man auf eine andere TLD ausweicht.

Ich bevorzuge meist die Endung .de . Da ich in der Regel deutsche Internet-Nutzer anspreche, vermittelt eine DE-Domain Vertrauen und die Sicherheit, es mit einem deutschen Anbieter zu tun zu haben. Dass auch ausländische Unternehmen eine DE-Domain nutzen können, wissen die meisten Nutzer gar nicht.

Deshalb passe ich im Zweifel lieber den Domainnamen an, um eine freie deutsche Domain zu finden.

Alternativ kann man natürlich auch eine andere Endung nutzen. So könnte man .com, .net, .eu oder andere Endungen für seine Affiliate-Domain verwenden. Teilweise sind da noch Keywords frei, die für .de schon vergeben sind.

Aus SEO-Sicht macht es heute eigentlich keinen Unterschied mehr. Google erkennt durch den Inhalt, dass es sich um eine deutsche Website handelt. Zudem kann man dies über die Google Webmaster Tools nochmal klarstellen.

Trotzdem tendiere ich eindeutig zur DE-Domain.

rechtliche Aspekte der Domainwahl

(Da ich kein Anwalt bin, sind die folgenden Tipps nur meine persönliche Meinung.)

Es gibt einige rechtliche Aspekte bei der Auswahl einer Domain zu beachten.

Man sollte keine Marken, Städtenamen, Personennamen und ähnliches in seiner Affiliate-Domain verwenden.

Personen- und Städtenamen sind dabei noch recht einfach zu vermeiden. Anders sieht es sich bei Marken aus. Hier gibt es teilweise Marken, die jeder normale Mensch unter allgemeinen Sprachgebrauch einordnen würde.

Es gibt zwar die Möglichkeit nach Marken zu recherchieren, aber ich gehe einen anderen Weg.

Zum einen google ich nach dem gewünschten Domainname (ohne www und Endung) und schaue, ob diese Wortkombination irgendwo als Marke auftaucht. Das ist natürlich nicht 100% sicher, aber man merkt meist sehr schnell, wenn hier jemand diese Wortkombination geschäftlich nutzt.

Zum anderen verwende ich ausschließlich Wörter des allgemeinen Sprachgebrauchs. Ich versuche keine Kunstwörter zu nutzen und auch keine kreative Neuschöpfungen. Gerade bei letzterem ist die Gefahr durchaus gegeben, dass eine Marketingagentur ebenfalls schon auf diese Neuschöpfung gekommen ist.

Als Beispiel sei meine Affiliate-Website über Perücken genannt. Statt zweier Keywords, die ich in dieser Domain verwende, hätte ich auch etwas kreativer werden können und mit dem Begriff Perücke einiges anstellen können. Aber die Tatsache, dass es z.B. schon eine Marke „Perücken24“ gibt zeigt sehr gut, dass man da vorsichtig sein muss.

Beliebt sich zudem sogenannte Tippfehler-Domains. Dabei wählt man eine Domain, die sehr ähnlich zu einer bekannten Marke ist, aber an einer Stelle einen Tippfehler hat. Zum Beispiel „gogle.de“. Das kann viel Traffic bringen, wenn viele Menschen den Domainnamen falsch eingeben, aber mit Sicherheit bringt es einem auch Ärger mit dem Markeninhaber ein. Deshalb sollte man die Finger davon lassen.

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nützliche Tools

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Zum Schluss möchte ich noch 2 Tools empfehlen, welche die Recherche nach einer passenden und vor allem freien Domain erleichtern.

Domainendung, rechtliche Aspekte und ToolsAls Online-Tool bietet namecheck.com die Möglichkeit ganz einfach nach freien Domains zu recherchieren.

Dazu gibt man einfach das gewünschte Keyword ein und das Online-Tool zeigt an, bei welchen TLD diese Domain noch frei ist.

Nützlich ist hier zudem, dass auch eine Markenrecherche stattfindet und geprüft wird, ob Social Media Benutzernamen noch frei sind.

Als Desktop-Tool meiner Wahl nutze ich Market Samurai (leider wurde das Programm eingestellt), welches ich hier schon in einer Artikelserie ausführlich vorgestellt habe. Dieses hat auch ein Domain-Modul, mit dem man nach freien Domains recherchieren kann.

Der Vorteil von Market Samurai ist, dass man nicht nur mehrere Domainendungen, sondern auch verschiedenste Keyword-Kombinationen gleichzeitig nach ihrer Verfügbarkeit prüfen kann.

Zudem bietet das Tool noch viele weitere nützliche Funktionen für Affiliates.

Fazit

Die Auswahl einer Affiliate-Website-Domain sollte man sich aus verschiedenen Gründen gut überlegen. Allerdings hat die Domain aus SEO-Sicht heute nicht mehr die entscheidende Bedeutung, wie das früher das Fall war.

Dennoch lohnt es sich, etwas länger darüber nachzudenken und eine gute und passende Wahl zu treffen.

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7 Gedanken zu „Tipps für Affiliate-Domains – 3. Domainendung, rechtliche Aspekte und Tools“

  1. Ich bekomme gerade einen riesigen Schreck. Wieso darf man denn keine Städtenamen in der Domain verwenden? Es gibt doch zum Beispiel tausend Berlin-Blogs, die ‚Berlin‘ in der Domain haben. Das sind meist keine klassischen Affiliate-Seiten, aber oft werden sie via AdSense etc. monetarisiert. Ist das dann illegal?

    Antworten
  2. Wo kann man denn prüfen, ob eine Wortkombination markenrechtlich geschützt ist? Habe für meinen neuen Blog eine Kombination aus einem der Hauptkeywörter meiner Branche und einem ZUsatz, so dass daraus ein Fantasiebegriff geworden ist, bei dem man trotzdem erkennt, worum es geht. Habe mir dazu die DE-Domain gesichert. Alles andere bis aus .com ist noch frei. Die .com ist aber scheinbar direkt auf eine Salespage für ein Clickbannkprojekt weitergeleitet.
    Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass es geschützt ist, ist gering. Aber irgendwie hätte ich trotzdem gerne Sicherheit, bevor ich anfange Arbeit reinzustecken.

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  3. Wo kein Kläger, da auch kein Angeklagter.

    Dennoch kann es Ärger geben, wenn die Stadt auf Herausgabe der Domain besteht.

    Kombiniert man den Städtenamen mit einem weiteren Keyword (z.B. games-in-berlin.de) ist das sicher weniger problematisch. Allerdings sollte man nie einfach nur einen Städtenamen als einziges Wort registrieren.

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    • Vielen Dank für deine Antwort!

      Mal Butter bei die Fische: Wie würdest du die Domain Rom360.de für ein Portal mit Informationen rund um die Stadt Rom einschätzen? Lieber die Finger davon lassen oder eher unproblematisch?

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  4. Vielen Dank für die wertvollen Tipps Peer. Ich bin das erste Mal auf dieser Seite von dir. Ich war bis jetzt immer auf selbststaendig-im-netz.de. Ich hoffe das ich mit meinen beiden Domains bis jetzt richtig gefahren bin. Über rechtliche konsequenzen hab ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Ich wusste zwar, das ich keine Markennamen nehmen darf. Das ist klar. Aber über sonstige Fehltritte hab ich nicht nachgedacht. Bei der nächsten Domainwahl wird gleich deine Softwareempfehlung ausprobiert.

    LG Marc

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  5. Keyworddomains scheinen leider keinen großen Vorteil mehr zu haben. So spart man also durch eine Keyworddomain nicht sonderlich viel. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit .org Domains gemacht. Kann man meiner Meinung nach also auch nehmen.

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  6. Hallo Peer,
    namecheck.com ist genau wonach ich gesucht habe. Würde mich ja mal interessieren, ob Markeninhaber gleich per Anwalt bei einem auftauchen oder außergerichtliche Vorschläge machen.
    Übrigens, dein Favicon erinnert an Autobild ;)

    Grüße

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