Amazon PartnerNet Provisionen gesenkt! Lohnt sich das Partnerprogramm noch?

Zum 3.Februar 2023 hat Amazon die Vereinbarung zur Teilnahme am Partnerprogramm aktualisiert und darin die Provisionen für Affiliates gesenkt.

Welche Provisionen gesenkt wurden und wie stark dies Affiliates betrifft, erfahrt ihr im Folgenden.

Zudem gehe ich darauf ein, ob sich das Amazon Partnerprogramm noch lohnt.

Für Werbe-Links auf dieser Seite zahlt der Händler ggf. eine Provision. Diese Werbe-Links sind am Sternchen (*) zu erkennen. Für dich ändert sich nichts am Preis. Mehr Infos.

Amazon PartnerNet Provisionen gesenkt!

Immer mal wieder passt Amazon die Teilnahmebedingungen für das eigene Partnerprogramm (PartnerNet) an. So auch Anfang diesen Jahres, denn zum 3.Februar 2023 treten ein paar Änderungen in Kraft.

Diesmal wurde die Standardvergütung für Indirekte Qualifizierte Verkäufe in ausgewählten Produktkategorien gesenkt. Oder besser gesagt, in so gut wie allen Produktkategorien.

Im Gegensatz zu den bisherigen Provision gibt es nun 0,5% weniger. Das klingt nicht viel, aber die Senkung von 1,5% auf 1% Provision bedeutet 33% weniger Einnahmen!

Indirekte Qualifizierte Verkäufe nur noch 1%

Die Indirekt Qualifizierten Verkäufe habe ich vor einer Weile schon mal genauer erklärt.

Das sind Sales, die man als Affiliate generiert, aber die nicht aus der Produktkategorie stammen, die man bewirbt.

Verlinkt man also z.B. einen Schuh per Amazon-Affiliatelink und ein Besucher klickt darauf, dann könnte dieser z.B. genau diesen Schuh kaufen oder ein anderes Kleidungsstück. Das würde zu einem Direkt Qualifizierten Verkauf führen, für den es eine hohe Provisionen gibt, in dem Fall 10% (für die Produktkategorie Amazon Fashion).

Kauft diese Person aber z.B. einen Rasenmäher oder eine Poolheizung, dann stammt das gekaufte Produkt aus einer anderen Produktkategorie, als das mit dem Affiliatelink beworbene Produkt. Dann handelt es sich um einen Indirekte Qualifizierten Verkauf. Dafür gab es bisher nur 1,5%. Und nun hat Amazon diese Vergütung auf 1% gesenkt.

Hier die aktuelle Liste der Vergütungen. Mit rot habe ich gesenkte Provisionen markiert.

Amazon-ProduktkategorieNeue Provision
Amazon Games
 
20%
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Amazon Fashion
Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Uhren …
10%
12% ab 15.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Handmade10%
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Home
Möbel, Baumarkt, Haushalt, Küche, Garten …
7%
8% ab 40.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Consumables
Lebensmittel, Babyartikel, Gesundheit …
6%
7% ab 40.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Digital and media
Bücher, Kindle eBooks, Musik, DVDs …
6%
7% ab 20.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Hobbies & Auto
Outdoor, Spielwaren, Sport, Auto
6%
7% ab 20.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Amazon Geräte
Fire TV, Kindle, Echo …
3%
4% ab 5.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Elektronik & Computers
Computer, Elektronik, Kamera, Smartphone …
3%
4% ab 80.000 € Umsatz im Monat
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Konsolen1%
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
tegut… bei Amazon3%
3% indirekte qualifizierte Verkäufe
Alle übrigen Produkte (außer Geschenkgutscheine)3%
1% indirekte qualifizierte Verkäufe
Geschenkgutscheine0%

(zur ausführlichen Tabelle der Standardvergütungen für die deutsche Amazon-Website)

Warum senkt Amazon die Provision?

Eine Begründung für diese Änderung gab es seitens Amazon nicht, also kann ich nur Vermutungen anstellen. Aber schon bei der Einführung der Unterscheidung zwischen Direkt und Indirekte Qualifizierten Verkäufen hatte ich vermutet, dass man Affiliatelink- und Cookie-Spammern das Leben schwerer machen will.

Viele Affiliates, wie auch z.B. ich, versuchen hochwertige Affiliate Websites zu erstellen, hilfreiche Inhalte zu schreiben und Produkte zu empfehlen, die wir wirklich genutzt und damit Erfahrungen gesammelt haben. Es gibt aber leider auch viele Affiliates, die überall Affiliatelinks und vor allem Affiliate-Cookies einbauen und verteilen, um Besuchern von Websites und anderen Plattformen diese oft unbemerkt unterzuschieben.

Das ist ähnlich wie bei den Spam-Mails. Diese Affiliates versuchen über Masse möglichst vielen Menschen die Amazon-Affiliate-Cookies unterzuschieben und hoffen, dass ein paar Prozent davon dann innerhalb von 30 Tagen bei Amazon einkaufen und sie eine Provision dafür bekommen.

Aber natürlich sind das meist Indirekt Qualifizierte Verkäufe und das wird wohl ein wichtiger Grund sein, warum Amazon dieser Praxis versucht ein wenig den Riegel vorzuschieben.

„Gute“ Affiliates auch betroffen

Amazon PartnerNet - Direkt und Indirekte Qualifizierte VerkäufeNatürlich gibt es auch bei mir solche Indirekt Qualifizierten Verkäufe. Das kann man ja nicht vermeiden, selbst wenn die Person das beworbene Produkt bei Amazon kauft, findet sie vielleicht noch etwas anderes, was ihr gefällt.

Und so werde auch ich bei einigen Sales nun etwas weniger verdienen. Aber bei mir sind der absolute Großteil Direkt Qualifizierte Verkäufe und an diesen Provisionen verändert sich nichts.

Wer also eine sehr spezialisierte Website betreibt und eine genaue Zielgruppe anspricht, der wird größtenteils Sales generieren, die mit der hohen Provision vergütet werden.

In dem Screenshot aus meinem Amazon-PartnerNet-Konto siehst du einen Ausschnitt aus meinen Sales-Statistiken. Dort steht die Anzahl der Direkt Qualifizierten Verkäufe in Klammern, im Vergleich zu allen Sales. Daran sieht man, dass bei mir die meisten Sales eine hohe Provision bekommen.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Amazon Partnerprogramm?

Ergebnis anschauen

Lohnt sich das Amazon-Partnerprogramm noch?

Auf jeden Fall. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn Amazon im Zuge dieser Änderung auch die Provision für Direkt Qualifizierte Verkäufe noch ein wenig angehoben hätte, als Motivation sozusagen, aber für mich und sicher viele andere Affiliates lohnt es sich trotzdem immer noch.

Diese Änderung zeigt mir zudem nochmal deutlich, dass man sich auf eine hochwertige Affiliate Website* konzentrieren und genau die richtigen Besucher anlocken sollte. Wenn man bei diesen Vertrauen aufbaut und passende Produkte für denen Bedürfnisse, Sorgen und Probleme empfiehlt, dann wird man einen sehr hohen Anteil an Direkt Qualifizierten Verkäufen haben.

Wer dagegen denkt, dass Cookie-Spam und ähnliches der bessere (und einfachere) Weg ist, der wird in Zukunft noch weniger verdienen.

Wie ist eure Meinung zu dieser Provisions-Änderung im Amazon PartnerNet und wie stark wird euch das betreffen?

Peer Wandiger

6 Gedanken zu „Amazon PartnerNet Provisionen gesenkt! Lohnt sich das Partnerprogramm noch?“

  1. Hey Peer,

    Danke für die Aufklärung. Bei mir steht im Partnernet unter Einnahmen (also dort, wo du auch deinen Screen her hast) in Klammern höhere Zahlen als die schwarzen davor. Das würde je bedeuten dass die Anzahl der direkt qualifizierten Käufe höher ist als die Gesamtanzahl der Käufe. Wie kann denn das sein?

    Danke dir im voraus.

    Antworten
    • Das wird einfach daran liegen, dass die fette Zahl „ausgelieferte Produkte“ sind, während in der Klammer „direkt qualifizierte Käufe“ sind. Da zwischen Kauf und Auslieferung ja immer etwas Zeit liegt, wird das die Unterschiede erklären.

      Finde ich etwas unglücklich, dass man das in eine Spalte packt.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar