Einnahmen-Einbrüche durch das Amazon Cookie Banner?

Einnahmen-Einbrüche durch das Amazon Cookie Banner?Für viele Affiliates ist das Amazon Partnerprogramm die wichtigste Einnahmequelle und da ist es ärgerlich, wenn es Einnahmen-Einbrüche gibt.

Vor einer Weile hat mir ein Leser davon berichtet, dass er ebensolche Einnahmen-Einbrüche durch das Amazon Cookie Banner erfahren musste, welches Amazon letztes Jahr eingeführt hat.

Warum es dieses Cookie-Banner gibt, welche Auswirkungen es ggf. haben kann und wie meine Erfahrungen sind, erfahrt ihr im Folgenden. Zudem freue ich mich natürlich sehr über eure Erfahrungen diesbezüglich.

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Einnahmen-Einbrüche durch das Amazon Cookie Banner?

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Mein Leser Thomas hat bereits Anfang letzten Jahres darüber berichtet, dass bei ihm die Amazon-Einnahmen stark eingebrochen sind und er hat deshalb natürlich mal recherchiert.

Dabei ist er auf ein Urteil gestoßen, welches Amazon eine Strafe von rund 35 Millionen Euro auferlegt hat, weil man beim Betreten des Amazon-Shops keine Cookie-Einwilligung hatte, sondern einfach die Cookies gesetzt hat.

Das war durch die DSGVO ja schon problematisch und mit dem TTDSG Ende 2021 ist klar, dass nur noch technisch wirklich notwendige Cookies ohne Einwilligung gesetzt werden dürfen.

Doch was sind technisch notwendige Cookies? Darüber wird immer wieder diskutiert.

Da man ursprünglich diese schärferen Datenschutzgesetze ja gerade für diese großen Online-Unternehmen eingeführt hat, ist das Urtei allerdings nicht überraschend.

Also hat Amazon so um den Jahreswechsel 2020/2021 eine Cookie-Einwilligung eingeführt. Wann genau kann ich nicht sagen, da ich das sicher mal angklickt, aber nicht wirklich wargenommen habe.

Wie auf vielen anderen Websites auch, kann man alle Cookies akzeptieren oder die Cookie Einstellungen individuell anpassen.

Amazon Cookie Consent Banner - Einnahmen-Einbrüche durch das Amazon Cookie Banner?

Wählt man letzteres, dann wird kurz und knapp aufgelistet, was alles unter die „betriebstechnischen Cookies“ fällt und was Werbe-Cookies sind. Erstere kann man nicht abwählen, bei den Werbe-Cookies geht das.

Nach der Meinung des Lesers ist genau diese Cookie-Einwilligung der Haupt-Grund, warum seine Einnahmen eingebrochen sind. Nach seiner Aussage gab es gerade Anfang letzten Jahres natürlich auch Corona-bedingte Lieferengpässe bei vielen Produkten, die er bewirbt, aber damit allein sei der Einbruch nicht zu erklären.

Er ist der Meinung, dass dieses Cookie-Banner der Hauptgrund ist, da die Mehrheit der Besucher die nicht notwendigen Cookies ablehnt und damit nach seiner Meinung auch den Affiliate-Cookie. Und ohne Affiliate-Cookie kann Amazon nicht nachvollziehen, dass ein Kunde von einem Affiliate kam. Also gibt es dann auch keine Provision.

Wirklich Einwilligung notwendig?

Ich habe mir etwas viel Zeit gelassen, um darüber zu schreiben, aber ich wollte natürlich auch Erfahrungen damit sammeln und schauen, ob ich etwas bemerke.

Dabei stellte sich mir als erstes die Frage, ob man überhaupt das Affiliate-Cookie ablehnen kann (wie und wo genau Amazon die Affiliate-Infos als Cookie speichert ist mir nicht bekannt).

Amazon hat unter den „Technisch notwendigen Cookies“ verschiedene Stichpunkte aufgelistet. Leider steht da nichts konkret von Affiliate-Cookies, aber es gibt die Punkte „die Artikel zu speichern, die Sie in Ihren Warenkorb gelegt haben“ und „betrügerische Aktivitäten zu verhindern“. Beides könnte man auf auch auf Amazon Partnerprogramm beziehen und dann würden die Affiliate-Cookies immer gesetzt.

Unter „Werbe-Cookies“ geht es dagegen nur um interessenbezogene Werbung und deshalb glaube ich nicht, dass der Affiliate-Cookie hier drunter fällt.

Aus dem Amazon Cookie-Consent Banner ist also nicht klar erkennbar, ob Affiliate-Cookies zu den technisch notwendigen Cookies zählen oder nicht, aber ich würde eher dazu tendieren, dass das Affiliate-Cookie immer gesetzt wird.

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Mögliche Gründe für Einnahmen-Einbrüche feststellen

Dennoch hatte der Leser Einnahmen-Einbrüche, aber an was können diese sonst gelegen haben?

Im Folgenden gehe ich darauf ein, wie man selbst feststellen kann, ob man durch so eine Änderung Einnahmen-Einbrüche hinnehmen musste oder ob es einen anderen Grund hat.

  • Saisonale Effekte ausschließen

    Schwankungen gibt es auf den meisten Websites, denn viele Produkte sind saisonal mal mehr und mal weniger gefragt. Und da sich Affiliate-Websites meist mit einer bestimmten Produktekategorie beschäftigen, ist es ganz normal, dass es Schwankungen gibt.

    Diese kann man dann in der Regel von Jahr zu Jahr nachvollziehen, wie bei meiner Poolheizungs-Website, wo es im Frühjahr und Herbst hoch und im Sommer und Winter runtergeht.

    Doch auch da kann es Unterschiede zwischen verschiedenen Jahren geben, je nachdem wie das Wetter z.B. ist.

  • Sondereffekte aussschließen

    Auch Sondereffekte können dazu beitragen, dass es Einnahmen-Einbrüche bei Amazon gibt.

    So ist zwar die Nachfrage nach Elektronik durch Corona gestiegen, aber im weiteren Verlaufe gab es durch die Logistik-Probleme viele Produkte bei Amazon längere Zeit gar nicht mehr oder zu völlig überteuerten Preisen, wie z.B. WebCams.

    Auch andere größere Ereignisse, wie aktuell der Ukraine-Krieg, können Auswirkungen auf das Kaufverhalten haben und man sollte gut prüfen, ob so etwas der Grund für die Einnahmen-Einbrüche sein könnte.

  • Traffic-Entwicklung

    Ein weiterer Faktor ist der eigene Traffic auf der Website. Google Updates können dazu führen, dass die Besucherzahlen einbrechen und dann gehen natürlich auch die Einnahmen zurück.

    Nach meinen Erfahrungen kann man in aller Regel eine starke Korrelation zwischen Traffic-Rückgang und Affiliate-Eeinnahmen-Rückgang feststellen.

  • Klickrate

    Im Detail sollte man zudem prüfen, ob sich die Klickrate (auch Click-Through Rate (CTR)) verändert hat. Damit ist der Anteil der Besucher der eigenen Website gemeint, die auf einen Affiliatelink klicken.

    Sinkt dieser Anteil, dann gelangen weniger eigene Besucher zu Amazon und dann kaufen in der Regel auch weniger etwas ein.

    Die Gründe dafür können vielfältig sein. Ein neues Layout könnte ebenso dazu führen, wie der Wechsel von Amazon-Werbemitteln.

  • Conversion-Rate

    Sehr wichtig ist zudem die Conversion-Rate. Diese gibt an, wie groß der Anteil der Personen ist, die auf Affiliatelinks geklickt haben und dann auch wirklich etwas kaufen bei Amazon.

    Bei mir schwankt auch die Conversion-Rate immer ein wenig. So liegt sie im Weihnachtsgeschäft oft so um die 10-15%, während sie zu anderem Zeiten im Jahr etwas niedriger ist.

    Die Conversion-Rate kann ebenfalls durch viele Faktoren beeinflusst werden. Verlinkt man z.B. immer noch Produkte per Affiliatelink, die veraltet oder gar nicht mehr bei Amazon erhältlich sind, dann kauft die natürlich auch niemand. Oder es ist so wie zu Corona-Hochzeiten, dass einfach gerade nichts verfügbar ist.

  • Provisions-Änderungen

    Zu guter Letzt gibt es immer mal wieder Provisions-Änderungen beim Amazon Partnerprogramm. Dabei passt Amazon nicht nur die prozentuale Vergütung je nach Produktkategorie an, sondern verändert die Kategorien teilweise auch.

    Und es gibt nun auch neue Umsatzgrenzen, ab denen etwas höhere Provisionen gezahlt werden, je nach Produktkategorie.

    Auch hier sollte man prüfen, ob es so eine Provisionsanpassung evtl. gab. So wurde Anfang 2021 eine große Provisionsänderung umgesetzt.

Es gibt also eine ganze Reihe von Faktoren, die Einfluss auf die Einnahmen beim Amazon Partnerprogramm haben können und teilweise ist es dann auch ein Mix aus mehrere Faktoren, der in der Summe starke Einnahmen-Einbrüche bringen kann.

Ich vermute mal, dass es bei dem Leser eher ein Mix aus mehreren Faktoren war. Hinzu kommt, dass er berichtet, dass es nicht sein kann, dass von 50 Besuchern keiner was kauft. Ganz ehrlich, 50 Besucher sind sehr wenig und keine Basis für eine aussagekräftige Statistik.

Natürlich mag das ungewöhnlich sein, aber in Verbindung mit nicht vorrätigen Produkten kann das schon mal vorkommen. Man sollte über einen längeren Zeitraum und mit wesentlich mehr Datenpunkten prüfen, ob es wirklich einen konstanten Einnahmen-Einbruch gab.

Hatte ich Einnahmen-Einbrüche?

Ich habe mir die Daten der letzten 12 Monate angeschaut und konnte nichts feststellen, was darauf schließen lässt, dass die Amazon Cookies ein Grund für weniger Einnahmen bei mir sein könnten.

Ich hatte auf der einen oder anderen Affiliate-Website* zwar weniger Amazon-Einnahmen, aber da ging auch der Traffic runter und damit die Zahl der Klicks auf Affiliatelinks. Da ist es dann ganz normal, dass auch die Einnahmen sinken.

Auf anderen Websites stiegen sogar die Einnahmen, was auch da vor allem auf den Anstieg der Besucherzahlen zurückzuführen ist.

Habt ihr Einnahmen-Einbrüche?

Micht würde nun natürlich interessieren, ob ihr nach eingehender Prüfung Einnahmen-Einbrüche feststellen konntet, die auf die Einführung der Cookie-Einwilligung im Amazon-Shop zurückzuführen sind?

Konntet ihr andere Gründe komplett ausschließen?
Oder hattet ihr gar keine Einnahmen-Einbrüche, sondern z.B. nur saisonale Schwankungen?

Hattest du Einnahmen-Einbrüche durch das Amazon Cookie Banner?

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Fazit

Das Cookie-Thema bleibt auf jeden Fall spannend und ich werde mal beobachten, wie lange Partnerprogramme überhaupt noch auf Cookies setzen.

Ich würde mir natürlich wünschen, dass das Amazon Partnerprogramm da ein Vorreiter wäre, aber das ist doch stark zu bezweifeln.

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