3 Analysen für das optimale Partnerprogramm: Nische, Zielgruppe & eigene Website

Um profitable Partnerprogramme für die eigene Website zu finden, muss man zu aller erst die Ist-Situation analysieren. Im zweiten Teil der Artikelserie Profitable Partnerprogramme finden stelle ich deshalb 3 Analysen für das optimale Partnerprogramm vor. Ich gehe auf die Analyse der Nische, der Zielgruppe und der eigenen Website genauer ein.

Nachdem ich im ersten Teil erläutert habe, warum man die Suche nach einem passende Partnerproramm ernst nehmen und sich damit ausführlich beschäftigen sollte, geht es heute also zum ersten praktischen Schritt bei der Partnerprogramm-Wahl.

3 Analysen für das optimale Partnerprogramm: Nische, Zielgruppe & eigene Website

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Viele angehende Affiliates machen den Fehler und suchen als erstes nach attraktiven und profitablen Partnerprogrammen. Da wird nur geschaut, was man als Provision bekommt und das wird dann beworben.

Nicht falsch verstehen, die Provision ist sicher ein wichtiges Kriterium, aber es ist die völlig falsche Herangehensweise. Man kann keinen Leser überreden etwas zu kaufen, nur weil man selber eine tolle Provision bekommt. Stattdessen ist es extrem wichtig herauszufinden, wer die eigene Zielgruppe ist sind und was diese will.

Dazu kann man die folgenden Analyse-Methoden nutzen. Je mehr man davon nutzt, um so deutlicher und genauer sollte das Bild werden und umso genauer sollte man daraus ableiten können, welche Partnerprogramme sich eignen.

Analyse der Zielgruppe

Es gibt diverse Möglichkeiten herauszufinden, wer da eigentlich auf den eigenen Seiten unterwegs ist.

So kann man z.B. demografische Daten ermitteln. Dabei geht es z.B. um das Alter, das Geschlecht, um Bildung, Einkommen etc.. Während die direkte Methode wäre, eine Umfrage durchzuführen, wie es z.B. viele Zeitschriften regelmäßig machen, kommt diese bei Websites ohne Stammleserschaft meist nicht gut an.

Verschiedene Online-Tools boten sich früher als Alternative an. So bot Microsoft eine Analyse von Keywords an, welche Daten zu Geschlechterverteilung und Altersstruktur ausspuckte. Dieses Tool steht leider nicht mehr zur Verfügung. Ich hatte das damals z.B. für selbstaendig-im-netz.de gemacht und nicht sehr überraschend waren es zu 66% männliche Leser. Der Altersschwerpunkt lag bei 18-24 Jahren. Google bot früher mit dem Adplaner ein ähnliches Tool an. Dort hat man eine URL eingegeben und bekam eine sehr ausführliche Auswertung zu Geschlechterverteilung, Einkommensverteilung, Alter und auch Interessensgebieten.

Die Website similarweb.com bietet eine Analyse an, die unter anderem Interessen der Nutzer anzeigt. Diese Daten sind natürlich meist Schätzungen und keine wirklich demografischen Daten, aber man bekommt schon einen guten Eindruck, wer auf den eigenen Seiten unterwegs ist.

Analyse der Nische, Zielgruppe und der eigenen Website für das perfekte Partnerprogramm

Die demografische Auswertung ist bei der Auswahl des besten Affiliateprogramms sehr wichtig. Denn es macht große Unterschiede ob man eher für Frauen oder für Männer etwas sucht oder ob die meisten Besucher 18 oder 48 sind. Leider bieten Online-Tools da mittlerweile sehr wenig Infos, so dass man entweder Google Analytics Daten (was aus Datenschutzgründen aber schwierig ist) nutzen kann oder doch Umfragen unter den Lesern durchführt, in passenden Foren liest, Kommentare auswertet und so weiter. Hat man eine Facebook-Seite, bekommt man über Facebook Insights interessante Einblicke in die Zielgruppe.

Ebenfalls interessant ist die geografische Verteilung der eigenen Leser. Dazu bietet z.B. Google Trends und viele Statistik-Tools Auswertungen an. Dort sieht man unter anderem die Verteilung nach Ländern, bei Google Trends sogar nach Bundesländern und Städten.

Analyse der Nische, Zielgruppe und der eigenen Website für das perfekte Partnerprogramm

Die geografische Verteilung ist interessant, um regional bezogene Partnerprogramme besser auswählen zu können. Man sollte solche externen Daten auf jeden Fall nutzen. Nichts ist gefährlicher, als bestimmte Dinge einfach anzunehmen.

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Wünsche, Probleme und Bedürfnisse der Zielgruppe

Weiterhin wichtig sind die Wünsche, Probleme und Bedürfnisse der eigenen Leser. Denn Besucher kaufen nicht, weil es eine tolle Aktion gibt oder eine neues Produkt, sondern weil das Produkt bestimmte Wünsche oder Bedürfnisse befriedigt und/oder weil es die eigenen Probleme löst.

Doch wie findet man die Wünsche, Probleme und Bedürfnisse meiner Leser heraus?

Dazu kann ich mir die Fragen anschauen, die Leser zum Beispiel in den Kommentaren oder in eMails stellen. Werden bestimmte Artikel sehr häufig kommentiert, kann das ein Hinweise darauf sein, dass man einen Nerv getroffen hat.

Man sollte auf jeden Fall einen Blick auf die eigenen Statistiken werfen, die man hoffentlich sammelt. Ich nutze Statify und in dieser Statistik findet man eine Auflistung der meistbesuchten Artikel. Welche ragen dabei heraus und mit was beschäftigen sich diese?

Zudem sieht man in der Google Search Console häufig gesuchte Keywords, was sehr gute Hinweise auf Wünsche und Bedürfnisse sein können.

Hat man die Wünsche, Probleme und Bedürfnisse der eigenen Leser erkannt, dann ist das die halbe Miete. Denn man muss die Leser „dort abholen wo sie sind“. Dann braucht man den Lesern auch nichts verkaufen, sondern einfach „nur“ die passenden Produkte/Leistungen verlinken, also das passende Partnerproramm.

Konkurrenz Analyse

Ein Blick auf die Konkurrenz ist auch ganz interessant, um die Nische zu verstehen.

  • Welche Artikel sind bei der Konkurrenz sehr beliebt?
  • Wird da etwas behandelt, was bei mir fehlt?
  • Für welche Keywords rankt die Konkurrenz besonders gut?

Dafür kann man z.B. Ubersuggest nutzen, mit dessen Hilfe man z.B. die Top Seiten der Konkurrenz analysieren kann.

Analyse der Nische, Zielgruppe und der eigenen Website für das perfekte Partnerprogramm

Auch Kommentare bei anderen Websites der selben Nische können für die Recherche nach den Wünschen, Problemen und Bedürfnissen der Leser hilfreich sein.

Bauchgefühl

Ein gutes Stück Bauchgefühl ist aber auch dabei. Zumindest dann, wenn man sich in der Branche/Nische auskennt und sich damit schon länger beschätigt.

Dann besitzt man Know How und Hintergrundwissen und kann die Zielgruppe gut einschätzen. Aber wie gesagt, alleine darauf sollte man nicht setzen, damit man sich nicht verschätzt.

Praktische Umsetzung

Heute geht es darum, die eigenen Besucher kennen zu lernen. Deshalb solltest du dich mit deiner Website/deinem Blog beschäftigen und die letzten paar dutzend Kommentare von Lesern anschauen.

  • Gibt es bestimmte Tendenzen oder Fragen, die immer wieder auftauchen?
  • Welche Artikel haben besonders viele und emotionale Reaktionen hervorgerufen?

Wenn es für deine Website passt, solltest du auch eine Umfrage aufsetzen und die Leser nach Ihren Problemen und Bedürfnissen befragen. Ein Blick in die Statistik und die Auswertung der wichtigsten Suchbegriffe bei der internen Website-Suche steht ebenfalls auf dem Plan.

Zudem solltest du dir deine direkt Konkurrenz in den Suchergebnissen genauer anschauen und analysieren, was bei diesen am beliebtesten ist.

Am Ende solltest du eine Liste mit wichtigen Keywords und Suchphrasen vor dir liegen haben. Zudem sollte ungefähr klar sein, wie alt deine Besucher sind, welche Geschlechterverteilung besteht und was deren Hauptinteressen sind. Das ist für die kommenden Teile der Artikelserie wichtig.

Nächster Teil
Im nächsten Teil geht es um die Frage „Lead oder Sale?“. Ich erkläre was das ist, wo die Unterschiede sind und welche Rolle die Wahl des Provisionsmodells bei der Suche nach profitablen Partnerprogrammen spielt.

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