Profitable Affiliateprogramme finden – 3. Wahl des Provisionsmodells

Im 3. Teil der Artikel-Serie „profitable Affiliateprogramme finden“ geht es heute um verschiedene Provisionsmodelle, die bei Partnerprogrammen möglich sind.

Das Provisionsmodell entscheidet darüber, wann man wirklich eine Provision gutgeschrieben bekommt und wie hoch diese ist.

Und bei der Auswahl eines Provisionsmodells kann man auch die im vorherigen Teil ermittelten User-Daten zu Rate ziehen.

Lead oder Sale?

Wie schon gesagt, gibt es verschiedene Provisionsmodelle. Die 2 wichtigsten sind:

Sale
Das wäre zum einen der Sale. Darunter versteht man in der Regel, dass jemand auf einen Affiliate-Link klickt und dann etwas im dem Shop kauft, in den er durch den Klick gelangt ist.

Typisches Beispiel für Sale-Provisionen ist Amazon. Klickt jemand auf einen Amazon-Partnerlink in meinem Blog und kauft dann was für 50 Euro, dann bekomme ich rund 5%, also circa 2,50 Euro Provision.

Lead
Der Lead hat laut Definition nichts mit Umsatz zu tun, auch wenn es Gegenbeispiele gibt, wie man weiter unter sehen wird.

In der Regel muss eine Personen bei der Lead-Vergütung ein Formular ausfüllen, Daten hinterlassen, sich für einen Newsletter anmelden, eine Demo herunterladen usw.

Im Grunde ist ein Lead also immer dann gegeben, wenn ein User eine bestimmte Sache erledigen soll, aber ohne Geld zu bezahlen

(weitere Infos zur Frage „Lead oder Sale?„)

weitere Provisionsmodelle
Daneben gibt es noch andere Provisionsmodelle. So zum Beispiel die Abrechnung nach Klicks. Z.B. pro Klick 5 Cent.

Da diese Abrechnung aber meist alleine nicht sehr lukrativ ist und mit dem Affiliatemarketing (also dem Performancemarketing) nicht viel zu tun hat, da der User außer dem Klick keine Bedingung erfüllen muss, wird Pay per Klick nicht sehr häufig angeboten und ist meist auch nicht so lukrativ.

Es gibt auch noch so exotische Modelle wie „Pay per SignUp“ oder „Pay per Install“. Aber zu geschätzten 95% laufen einem Lead- oder Sale-Programme über den Weg.

Lifetime
Ganz wichtig ist auch noch die Lifetime-Vergütung. Darunter versteht man eine langfristige Vergütung, auch wenn man einen Nutzer nur einmal geworben hat.

So etwas gibt es z.B. bei Internet-Services die Geld kosten, wie etwas SEO-Online-Tools. Da muss der Nutzer jeden Monat einen Betrag X bezahlen, um das Tool zu nutzen. Und wenn ich dafür jemanden werbe, bekomme ich jeden Monat eine Provision Y, solange diese Person dort angemeldet ist.

Es gibt auch Online-Shops, die immer wieder Provisionen auszahlen, wenn jemand dort etwas einkauft, obwohl ich diese Person nur einmal geworben habe.

Allerdings gibt es verhältnismäßig wenig Lifetime-Partnerprogramme, so dass man nicht für jede Branche etwas passendes findet. Teilweise macht es aber auch keinen Sinn. Eine Lebensversicherung wird man meist nur einmal benötigen. Da wäre Lifetime sinnlos.

Unterschiede von Lead und Sale

Was sind die Unterschiede zwischen Lead und Sale?

Ein Lead wird meist mit einer festen Provision vergütet. Vermittle ich z.B. eine Lebensversicherung bekomme ich pauschal den Betrag X.

Beim Sale bekommt man meist einen prozentualen Anteil, z.B. 5%, am Warenkorbwert. Und so macht es schon einen Unterschied, ob jemand was für 50 oder 200 Euro in dem verlinkten Shop einkauft.

Leads werden sehr oft bei beratungsintensiven Produkten verwendet, da man i.d.R. nicht davon ausgehen kann, das jemand diese Produkte sofort online kauft (z.B. Versicherungen).

Leads gibt es zum Beispiel auch bei Gutscheinen. Auch da gibt es ja noch keinen Umsatz, aber der Nutzer muss z.B. seine eMail hinterlassen um einen Gutschein zu bekommen.

Man muss aber auch sagen, dass Lead und Sale teilweise ineinander fließen bzw. sich vermischen. So ist z.B. die offizielle Vergütungsart beim Partnerprogramm von 1&1 „Pay per Lead“. Aber eigentlich geht es hier um Umsatz. Und selbst im Erklärungstext steht „Umsatz bis zu 245,14 €/Sale“.

Da ist man sich wohl selber nicht so im klaren über die Definition. Allerdings wird Sale meist mit physischen Produkten verbunden, während Lead bei nicht greifbaren bzw. immateriellen „Produkten“ verwendet wird.

Eine weitere Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Lead und Sale möchte ich noch anführen. Während man einen Sale ständig wiederholen kann (jemand kauft immer wieder in einem Online-Shop ein) findet ein Lead meist nur einmal statt, zumindest in einem gewissen Zeitraum (z.B. Angebot für eine Lebensversicherung).

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Kombination

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Es gibt auch viele Beispiele, wo Lead und Sale (und auch andere Vergütungen) kombiniert werden.

So findet man z.B. beim Partnerprogramm von winterreifen.net eine Kombination aus Lead und Sale. Für einen Neukunden gibt es 5 Euro Lead-Provision. Wenn er dann auch was kauft, gibt es nochmal 2% Sale-Provision.

Auch andere Kombinationen sind vorzufinden. So bietet Local24.de z.B. (in mehreren Staffelungen) eine Klickvergütung (z.B. 4 Cent) plus eine Lead-Vergütung (z.B. 75 Cent).

Und es gibt auch die Kombination aus Sale/Lead und Lifetime. So gibt es Shops wo man einmal einen Kunden wirbt und man bekommt auch für alle weiteren Einkäufe dieser Person eine Provision.

Wie man sieht sind die Partnerprogramme da teilweise recht kreativ und das macht den Vergleich von verschiedenen Partnerprogrammen oft nicht einfacher.

Was ist besser?

Das ist die entscheidende Frage, die ich immer wieder höre und lese.
Und leider muss man auch hier sagen: „Es kommt darauf an“.

Es ist keineswegs so, dass immer die Lead-Vergütung besser ist oder immer die Sale-Vergütung.

Viel hängt da von den eigenen Besuchern ab. Haben diese eine klare Kaufabsicht oder wollen sie sich nur informieren?

Das kann man unter anderem gut an den Keywords erkennen, mit denen sie auf die eigenen Seiten gelangt sind. So ist es schon ein großer Unterschied, ob jemand mit dem Suchbegriff „Armbanduhr Rolex kaufen“ oder mit „Infos über Armbanduhr Rolex“ auf die eigene Seite gelangt.

Auch die demografischen Daten, die wir in in der vorherigen Lektion erarbeitet haben, können Auskunft über die Eignung für Lead oder Sale geben. Sind es sehr junge Nutzer, dann ist Sale wahrscheinlich nicht so geeignet. Sind es ältere mit einem hohen Einkommen, dann vielleicht eher.

Aber wenn man ehrlich ist, dann muss man sagen, dass es keine Sicherheit darüber gibt, was besser ist.

Bei mir im Blog funktioniert Lead aktuell deutlich besser. Aber das ist bei jemand anderem wieder komplett anders.

Man sollte sich auch nicht von niedrigen Sale-Prozenten täuschen lassen. 2% mag nicht viel klingen. Aber wenn es um Luxus-Produkte geht, die 1.000 oder 2.000 Euro kosten, dann sind das pro Sale 20 oder 40 Euro.

Umgekehrt kann auch eine Leadvergütung von nur 50 Cent sehr gut funktionieren, wenn man viel passenden Traffic hat und am Tag 100 Leads generiert.

Zudem mag ein Lead vielleicht leichter zu generieren sein (zumindest ist das bei mir so), aber dafür ist ein Lead in der Regel unflexibel. Man bekommt eben immer nur X Euro pro Lead (wenn man mal Bonuszahlungen außer acht lässt).

Eine Sale-Vergütung skaliert dagegen mit und wenn die Leute in Shopping-Laune sind und mehr pro Einkauf ausgeben, dann verdient man eben auch mehr (außer die Sale-Vergütung wird nach oben gedeckelt, wie bei Amazon, wo man max. 10 Euro bekommt, auch wenn der Kunde für 10.000 Euro einkauft.)

Fazit

Man sollte sich weder von hohen Lead- noch von hohen Sale-Vergütungen blenden lassen und genau analysieren, was die Besucher auf dem eigenen Blog bzw. der eigenen Website eigentlich wollen.

Und dann erfüllt man genau diese Wünsche mit dem richtigen Provisionmodell. Schafft man das, ist es egal, ob es sich dabei um ein Lead- oder um ein Sale-Programm handelt. Man wird auf jeden Fall gut verdienen.

Zum Schluss bleibt deshalb nur die Erkenntnis, dass man zum einen vorher nachdenken und dann natürlich auch viel testen sollte (verschiedene Programme einsetzen und Ergebnisse vergleichen).

nächster Teil

Im nächsten Teil der Artikel-Serie geht es um Affiliate Netzwerke und wie man dort passende und profitable Partnerprogramme für die eigenen Seiten findet.

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1 Gedanke zu „Profitable Affiliateprogramme finden – 3. Wahl des Provisionsmodells“

  1. Hallo!

    Ich arbeite lieber mit Lead-Vergütung im Affiliate Marketing, weil ich der Meinung bin, das man einen Eintrag o.ä. schneller macht als eine Kaufhandlung!

    Naja, ich sage mal zu 70 % arbeite ich mit Leads und den Rest auf Sale-Basis…da es einfach Programme gibt wo eine Salevergütung schneller vollzogen wird.

    Es kommt natürlich immer auf das Programm an welches ich nutze…

    MfG

    Csaba Nagy

    Antworten

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