Inhouse Partnerprogramme 🏠 und ihre Vorteile und Nachteile

Im 5. Teil der Artikel-Serie Profitable Partnerprogramme finden geht es um die zweite Möglichkeit Partnerprogramme zu finden: Inhouse Partnerprogramme.

Die erste Möglichkeit waren ja die Affiliate-Netzwerke, die ich im vorherigen Teil angesprochen habe.

Heute geht es also um Partnerprogramme, die von den betreffenden Firmen selber verwaltet werden. Sogenannte Inhouse Partnerprogramme haben Vorteile und Nachteile, auf die ich unter anderem heute eingehen will.

Was sind Inhouse Partnerprogramme?

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Was Inhouse Partnerprogramme sind, sagt eigentlich schon der Name.

Der Merchant, also die Firma/Shop, die das Partnerprogramm betreiben will, geht nicht zu einem Affiliate Netzwerk, sondern setzt das Partnerprogramm selber um. Anmeldung, Statistiken, Support etc. findet alles auf der Website der Firma selbst statt.

Das kann direkt im Haus selber passieren oder in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Affiliate-Agentur. Affiliate Agenturen werden übrigens ebenfalls oft einbezogen, wenn es um Partnerprogramme für Affiliate-Netzwerke geht, wenn die Firma selbst überhaupt kein Know How bei der Umsetzung eines Partnerprogramms hat.

So eine Lösung hat natürlich Vorteile und Nachteile für den Merchant, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen will.

Für den Publisher (also den Affiliate) ist viel wichtiger, welche Unterschiede für ihn Inhouse Partnerprogramme mitbringen.

Inhouse Partnerprogramm Unterschiede zum Affiliate Netzwerk

Ein wichtiger Unterschied und auch ein kleiner Nachteil ist, dass man sich mit jedem Inhouse Programm separat „herumärgern“ muss. Man muss also überall neue Zugangsdaten eingeben und sich unterschiedliche Ansprechpartner merken.

Die Benutzung der Affiliate-Bereiche (Backend mit den Werbemitteln …) ist unterschiedlich, wie auch die statistische Auswertung. Zudem bekommt man dann diverse Abrechnungen und es ist zum Anfang oft schwieriger die Mindestauszahlungsgrenzen zu erreichen.

Zudem gibt es keinen neutralen Dritten, der bei Problemen eingreifen könnte (das Netzwerk). In dem Zusammenhang muss man auch das Thema „Transparenz“ ansprechen. Das ist im Affiliate Marketing* generell schon schwierig, aber bei Inhouse Programmen muss man diesen einfach vertrauen.

Trotzdem gibt es auch Vorteile für Affiliates. So entfällt die Gebühr für das Affiliate Netzwerk und oft bekommen die Affiliates dadurch mehr Provision.

Durch den direkten Kontakt zum Merchant sind oft auch spezielle Aktionen möglich, individuelle Werbemittel und bessere Provisionsstrukturen.

Inhouse Partnerprogramme sind oft exklusiv und damit attraktiver.

Es sollte übrigens auch erwähnt werden, dass es durchaus möglich ist, von einem Netzwerk-Partnerprogramm in ein Inhouse Partnerprogramm zu wechseln. Umsatzstarke Affiliates können teilweise diesen Schritt gehen und bekommen bessere Provisionen und eine bessere Betreuung.

Grob gesagt kann man sagen, dass Einsteiger wahrscheinlich erstmal mit den Affiliate-Netzwerken besser bedient sind. Hat man mehr Traffic und ein gutes Gefühl für die Bedürfnisse der eigenen Besucher, kann ein Inhouse Partnerprogramm aber deutlich lukrativer sein.

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Beispiele für Inhouse Partnerprogramme

Es gibt viele Inhouse Partnerprogramme, aber leider kein zentrales Verzeichnis. Zumindest weiß ich von keinem solchen Verzeichnis.

Beispiele, die ich selber kenne und nutze, gibt es einige. Allem voran natürlich Amazon, welches das wohl größte eigenständige Partnerprogramm betreibt mit Millionen Produkten. Ich habe sehr gut Erfahrungen damit gemacht und verdiene mit dem Amazon PartnerNet sehr gutes Geld.

Ein weiteres Beispiel ist Backlinkseller*. Dieser Service für den Kauf und Verkauf von Backlinks bietet ebenfalls ein Partnerprogramm an. Dies ist ein Lifetime-Programm. So lange also jemand, den man geworben hat, dort Links mietet oder vermietet, so lange bekommt man auch eine Provision.

Es gibt einige Software-Hersteller, die ein Inhouse Partnerprogramm anbieten. Wenn ein vermittelter Kunde eine Software kauft, bekommt man eine Sale-Vergütung. Das können mit einem Schlag schon mal 100 Dollar sein. Einige Online-Services bieten dagegen ebenfalls eine Lifetime-Vergütung.

Aus dem Finanzsektor kenne ich unter anderem Finanzen.de*. Lebensversicherungen, Krankenversicherungen usw. kann man dort bewerben und bekommt Lead-Provisionen von 60 Euro und mehr.

Im Bereich Strom, Gas und DSL ist zum Beispiel Check24* angesiedelt.

Aber wie gesagt, gibt es noch viele mehr.

Wie finde ich passende Inhouse Partnerprogramme?

Das ist deutlich schwieriger, als bei den Affiliate-Netzwerken.

Da bleibt einem wohl nicht viel mehr übrig, als sich selbst auf die Suche im Netz zu machen. Neben der Suche in Google nach „Partnerprogramm Keyword/Marke“ kann man auch die Seiten von Herstellern abklappern.

Es kann sich zudem lohnen, die Firmen anzumailen, die schon ein Partnerprogramm in einem Affiliate-Netzwerk haben. Evtl. bieten diese ja auch zusätzlich ein Inhouse Partnerprogramm für ausgewählte Affiliates an.

Und selbst wenn auf der Firmen-Website kein Partnerprogramm erwähnt wird, kann man auf jeden Fall mal nachfragen.

Die direkte Ansprache sollte man aber erst dann machen, wenn man wirklich eine gut laufende Website hat. Mit einer neuen Affiliate-Website und 2 Artikeln muss man da sicher nicht anklopfen.

Eine weitere Möglichkeit wäre es noch, die vielen Affiliate-Agenturen abzuklappern, die ja neben Partnerprogrammen in Netzwerken auch diverse Inhouse-Partnerprogramme betreuen.

Fazit – Inhouse Partnerprogramme

Ich selber nutze sowohl Partnerprogramme von Affiliate Netzwerken, als auch Inhouse Partnerprogramme. Beides hat Vor- und Nachteile.

In meinem Fall ergänzen sich diese Partnerprogramme sehr gut, so dass ich damit keine Probleme habe. Es gibt in beiden Kategorien sehr gut funktionierende Partnerprogramme und eher weniger gut funktionierende.

Es ist eben wie immer, der Einzelfall entscheidet und man muss es genau analysieren und testen.

nächster Teil
Im nächsten Teil der Artikelserie Profitable Partnerprogramme finden geht es wichtige Kennzahlen bei Partnerprogrammen.

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