Profitable Affiliateprogramme finden – 6. EPC und andere wichtige Kennzahlen

Im 6. Teil der Artikel-Serie „profitable Affiliateprogramme finden“ schaue ich mir die Möglichkeiten zur Beurteilung von Partnerprogrammen an.

Nachdem wir in den vorhergegangen Teilen analysiert haben, wo man Affiliate-Programme finden kann, geht es nun darum die profitablen und vielversprechendsten auszuwählen.

EPC und andere wichtige Kennzahlen

Es gibt auch dabei wieder mehrere Möglichkeiten.

Neben persönlichen Empfehlungen, sollte man besonders auf wichtige Kennzahlen achten, die gerade in Affiliate-Netzwerken mehr oder weniger ausführlich mit angegeben werden.

Diese Kennzahlen sind teilweise allgemein und werden von allen Netzwerken und bei vielen In-House Programmen angegeben.

Anderen Kennzahlen wiederum sind Erfindungen eines Netzwerkes und deshalb zwar interessant, aber nur schlecht vergleichbar.

Allgemeine Kennzahlen

Es gibt neben den eigentlichen Provisionen eine Reihe von Kennzahlen, die von diversen Affiliate-Netzwerken angegeben werden:

  • EPC
    Der EPC steht für „Earnings per Click“, also Einnahmen pro Klick. Dabei werden die Einnahmen pro 100 Klicks angegeben.

    Macht man also im Monat 2.000 Euro Umsatz bei 5% Provision ergibt das Einnahmen für den Affiliate von 100 Euro. Hat man diese Einnahmen mit 250 Klicks erzielt, hat man einen EPC von 40 Euro.

    Pro 100 Klicks hat man also 40 Euro verdient. Der EPC ist ein guter Indikator dafür, wie profitabel einzelne Klicks sind. Dabei muss man aber bedenken, dass unterschiedliche Partnerprogramme unterschiedlich häufig angeklickt werden. Der EPC allein reicht also nicht.

    Der EPHC, der z.B. von Belboon angezeigt wird, ist im Grunde das selbe.

    Teilweise werden noch gesonderte Kennzahlen wie der „Best EPHC“ (Belboon) oder der „Avg paid EPC“ (Tradedoubler) angezeigt. Dabei handelt es sich aber um nicht so aussagekräftige Werte. Es sind damit meist die EPC Einnahmen von X% der besten Affiliates gemeint. Es soll damit wahrscheinlich gezeigt werden, was mit diesem Partnerprogramm im Idealfall möglich ist.

  • Stornoquote
    Ebenfalls eine wichtige Zahl. Denn es nützt gar nichts, wenn man hunderte Leads oder Sales generiert und dann liegt die Stornoquote bei 90%.

    Viele, aber nicht alle Netzwerke geben deshalb die durchschnittliche Stornoquote mit an. Und diese sollte man auf jeden Fall in die Berechnung mit einbeziehen.

    So mag ein Partnerprogramm mit hoher Provision auf den ersten Blick attraktiver erscheinen, aber eine höhere Stornoquote kann das Bild schnell wenden.

    Beispiel 1: 10,- Euro Provision * 100 Leads * 50% Stornoquote = 500 Euro Einnahmen

    Beispiel 2: 7,- Euro Provision * 100 Leads * 10% Stornoquote = 630 Euro Einnahmen

  • Cookie-Laufzeit
    Ganz interessant ist auch die Cookie-Laufzeit. In der Regel kaufen Internet-Nutzer nicht sofort in einem Online-Shop ein, wenn sie auf einen Affiliate-Link geklickt haben. Oft ist dies erst Stunden oder Tage später der Fall.

    Deshalb wird ein Cookie gesetzt, um den Nutzer später noch dem Affiliate zuordnen zu können.

    Pauschal kann man sagen, dass eine längere Cookie-Laufzeit auch besser ist. Belboon gibt diese Laufzeit z.B. an, wie auch die meisten Netzwerke.

  • durchschnittliche Freigabezeit
    Ebenfalls interessant ist die Bearbeitungsdauer. Je länger diese Bearbeitung bei einem Partnerprogramm dauert, umso länger wartet man ggf. auf sein Geld.

    Das ist sicher nicht das wichtigste Kriterium, aber auch nicht unwichtig.

  • Ende
    Damit man keine Überraschung erlebt, sollte man auch nachschauen, ob ein Partnerprogramm evtl. demnächst beendet wird.
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Kennzahlen von Netzwerken

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Daneben gibt es Kennzahlen, die von einzelnen Affiliate-Netzwerken erfunden wurden.

Der mir persönlich am ehesten dazu einfallende Wert ist der AdRank von Zanox. Dieser Wert liegt zwischen 0 und 10 und setzt sich aus diverse Faktoren wie Umsatz, Conversion Rate, bestätigte Leads/Sales, Traffic etc. zusammen.

Je höher der Wert, um so attraktiver soll das Partnerprogramm für Affiliates sein.

Ich habe damit aber meine Schwierigkeiten, da man zum einen keinen Vergleich mit anderen Netzwerken hat und sich der AdRank zum anderen aus so vielen einzelnen Faktoren zusammen setzt, dass man nicht wirklich weiß, was das Programm nun wirklich gut macht und was weniger. Es ist eben ein Durchschnittswert diverser Faktoren.

Kalkulation

Aus den oben genannten Kennzahlen kann man eine Kalkulations-Formel ableiten, mit der Du im Vorfeld prüfen kannst, wie erfolgreich ein Partnerprogramm sein kann.

Traffic * Klickrate * Conversionrate * Provision * Stornoquote = Einnahmen

  • Traffic = Wie viel Traffic kann man selber für dieses Produkt mit Affiliatelink erzeugen?
  • Klickrate = Wie viele der Besucher klicken dann wirklich auf die Affiliate-Links und -Banner?
  • Conversionrate = Wie viele der „Link-Klicker“ kaufen dann wirklich was bzw. erfüllen die Lead-Bedingungen?
  • Provision = Wie hoch ist die Provision pro Lead oder Klick?
  • Stornoquote = Wie hoch ist der Anteil der stornierten Leads oder Sales?

Während man die ersten 2 Faktoren auf der eigenen Website selber beeinflussen kann und muss, kann man die 3 letzten Faktoren in vielen Netzwerken ganz gut beurteilen.

Die Conversionrate ist zwar nicht direkt angegeben, ergibt sich aber indirekt aus dem EPC.

Auch wenn man mit dieser Formel schon vorher ganz gut die möglichen Einnahmen kalkulieren kann, so bleiben es dennoch Schätzungen. Aber zumindest kann man darauf basierend schon mal die Partnerprogramme beurteilen.

Was ist nicht erlaubt und Mindestwerte

Zudem sollte man auf jeden Fall auf Einschränkungen achten, die seitens der Merchants vorgegeben werden.

So wird zum Beispiel der Einsatz von SEM geregelt, die Verwendung des Markennamens und die Freigabe für bestimmte Plattformen wie Website, Newsletter etc.

Es gibt auch Einschränkungen bei den Inhalten, in deren Umfeld die Affilite-Links eingebunden werden dürfen. Also z.B. nicht im Erotikumfeld.

Zum Teil haben Partnerprogramme auch bestimmte Voraussetzungen, wie z.B. ein Businessumfeld oder ein Besucherminimum pro Monat.

Fazit

Vor allem die Affiliate-Netzwerke, aber auch viele In-House Programme bieten eine Reihe von Kennzahlen an, an denen man schon mal grob beurteilen kann, wie profitabel ein Partnerprogramm sein wird bzw. wo besondere Risiken oder Einschränkungen liegen.

Damit kann man sich schon mal ein recht gutes Bild von den in Frage kommenden Partnerprogrammen machen.

nächster Teil

Wie ich in der Kalkulations-Formel schon gezeigt habe, spielt besonders die Klickrate und die Conversionrate eine wichtige Rolle. Da kann die Provision noch so gut sein, wenn diese beiden Werte schlecht sind, wird man nicht viel verdienen.

Deshalb widme ich mich in Teil 7 der Artikel-Serie profitable Affiliateprogramme finden den Werbemitteln und der Landing Page beim Merchant. Beides wichtige Einflussfaktoren darauf, wie hoch die Klick- und die Conversionrate ist.

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1 Gedanke zu „Profitable Affiliateprogramme finden – 6. EPC und andere wichtige Kennzahlen“

  1. Hallo!

    Du hast dieser gewirre an Abkürzungen gut erklärt!

    Ich kann mich noch erinnern als ich mit Affiliate Marketing anfing…EPC?…Da stand ich und dachte mir…WAS ist DAS???

    Auf jedem Fall ist es wichtig die Abkürzungen und die Bezeichnug zu kennen, da man ja damit arbeiten muss um profitable Programme zu finden.

    Eine Partnerprogramm-Auswahl auf gut Glück wird nicht den erhöfften Erfolg bringen…ausser man hat einmal Glück und erwischt zufällig ein gutes Partnerprogramm!

    MfG

    Csaba Nagy

    Antworten

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