Affiliate Marketing – 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017

Affiliate Marketing - 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017Das Affiliate Marketing entwickelt sich gut, hat aber auch mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen.

Unter anderem darum geht es im Folgenden in den Antworten der 4 Affiliate Marketing Experten, die ich zum Jahresanfang interviewt habe.

Es gibt aber auch praktische Tipps für Affiliates, um in 2017 mehr zu verdienen.

Affiliate Marketing – 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017

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Meine Interviewpartner sind (alphabetisch):

Was waren deine wichtigsten Affiliate Marketing Erkenntnisse und Erfahrungen im Jahr 2016?

„Keine Angst vor angeblich besonders starken Nischen zu haben. Auch in diesen kann man ranken und Geld verdienen, wenn man sauber arbeitet.

Der Auswahl des zu bewerbenden Produkts ist besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Denn die hat oft einen viel stärkeren Einfluss auf die Einnahmen als Traffic und auch Seitenaufbau bzw. -inhalte. Es gibt einfach Produkte (selbst beim gleichen Vendor-Partner und aus artverwandten Branchen), die besser und schlechter performen. Die zwei wichtigsten Kennzahlen dabei sind Preis und Bindung.

Traffic entwickelt sich mehr und mehr in Richtung kostenpflichtig. Dafür gibt es 2 Beispiele: Google veränderte die SERPs und setzt mehr Fokus auf AdWords, Facebook veränderte die Newsfeeds, sodass bezahlte Werbung zum immer besseren Traffic-Generator wurde. Meine Erkenntnis: Man darf keine Angst mehr vor kostenpflichtigem Traffic haben. Man muss ihn aber targetieren und wissen, wie man ihn zu Geld macht. Andernfalls verliert man nicht nur (wie vielleicht früher) Zeit, sondern auch noch direkt Geld. Das macht es für Einsteiger sicher nicht leichter. Meine persönlichen Lehren: Ich will mich noch mehr mit kostenpflichtigem Traffic beschäftigen und noch mehr daran arbeiten, wie man diesen gewinnbringend einsetzt.“
Manuel Diwosch

„2016 hat mal wieder bestätigt, dass erfolgreiches Affiliate Marketing eine gewisse Neugier und Offenheit voraussetzt. Man sollte verschiedene Publishermodelle nicht von vorn herein verteufeln. Vielmehr sollte man prüfen, auf welche Weise man das Maximum für sich herausholen kann. Viele Publisher – vom Content- bis zum Gutscheinpartner – sind sehr flexibel in Ihrer Arbeitsweise. Nur durch einen offenen und ehrlichen Dialog kann man nachhaltige Erfolge erreichen.

Außerdem kam bei den Netzwerken erste Bewegung hinsichtlich einer Attribution auf. Das bewerte ich sehr positiv und hoffe, dass diese Entwicklung anhält und das Thema endlich den Weg aus der Theorie in die Praxis findet, auch wenn es nur kleine Schritte sind.“
Stefan Kärner

„Zu einem steigt die Qualität der Inhouse-Betreuer bei den Advertisern, so dass die Zusammenarbeit mit den qualitativ hochwertigen Publishern – im unseren Fall im Content-Bereich – deutlich enger und effektiver durchgeführt werden kann, als es noch vor einigen Jahren der Fall war (zur Erinnerung – damals galten oft Gutschein-Publisher als die Top-Umsatzbringer der Partnerprogramme mancher Netzwerke & Agenturen).

Parallel erkennen auch die Publisher immer mehr, dass die höchsten Umsätze nicht immer im High Brand Bereich, sondern immer öfter und – vor allem, nachhaltig – im KMU-Retail durch eine gezielte Bewerbung der Nischen erreicht werden, was uns – als premium Online-Marketing Anbieter, der bereits seit Anfang an eher auf Nischen-Partnerprogramme gesetzt hat, entsprechend freut.

Negativ aufgefallen ist das Erfindungsreichtum mancher Agenturen, die den Advertisern „neue Vergütungsmodelle“ präsentieren, die auf die Heiligsprechung der Gutscheine und Paid4 abzielen, da diese nach eigenen Studien wohl für den Kauf verantwortlich sein sollen – und das obwohl solche Platzhirsche wie Amazon die Gutschein- und Paid4-Problematik endlich ebenfalls erkannt haben und bereinigen. Wie wir von SuperClix bereits vor Jahren vorgeschlagen und in diversen Publikationen empfohlen haben – aber auf die „Nischen-Nerds“ wollte man Anfangs ja nicht hören…“
Irina Lutz

„Weitere namhafte Affiliate Portale wechselten im Laufe des Jahres von einer rein performance-orientierten Vergütung auf einen Zuschuss in Form von Mediabudget, um ihre Werbeplätze gewinnbringend zu vermarkten. Dadurch wird es für kleine und mittelständische Unternehmen oft schwieriger, an prominente Platzierungen zu gelangen, da das Mediabudget geringer ist als bei großen Unternehmen.

Darstellung der Customer Journey bzw. Assists innerhalb des Affiliate Netzwerkes, beispielsweise bei Affilinet und Tradetracker. Für ganzheitliche Betrachtung des Online Marketing Kanals bzw. bei Nutzung von mehreren Affiliate Netzwerken ist dies allerdings nur bedingt geeignet. Aber ich sehe es als einen Schritt in die richtige Richtung, was auch die Vergütungsmöglichkeiten innerhalb des Netzwerks betrifft.“
Wolfgang Polzer


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Welche Fehler beobachtest du bei Affiliate Marketing Anfängern immer wieder?

„Dass Neueinsteiger glauben, Affiliate-Seiten sind Selbstläufer. Es werden nach dem biblischen Motto „Wenn du es baust, werden sie kommen“ Seiten erstellt. Allerdings funktioniert das ungefähr so oft wie Lotto-Spielen. Es gleicht sogar Lotto-Spielen im Internet. Ohne Analyse und Interpretation dessen, was dabei herauskommt, fehlt meist der Erfolg. Ich beobachte sogar manchmal, wie Personen sich ein gutes Konzept überlegen, aber dann die Umsetzung nichts mehr mit dem Konzept zu tun hat.

Für mich gibt es dazu zwei Tipps, die man nicht oft genug wiederholen kann: 1. Zeit nehmen und ordentlich daran arbeiten; keine Wunder erwarten, denn von nichts kommt nichts… und 2. Darauf achten, dass man auch wirklich das umsetzt, was anhand einer emotionsfreien Analyse herauskommt. Und sich selbst immer wieder kritisch hinterfragen: ‚Mache ich auch wirklich das, was die Zielgruppe will? Helfe ich ihr wirklich weiter?'“
Manuel Diwosch

„Beim Blick in verschiedene Programme fällt natürlich immer wieder auf, dass Programme nicht gepflegt werden. Eine weit verbreitete Romantik scheint immer noch zu sein, dass man ein Partnerprogramm aufsetzt und dieses dann ohne eigenes Zutun Umsätze einbringt. Dem ist nicht so!

Zwar zeigt sich in der Praxis, dass auch über „ungepflegte“ Programme viele Umsätze generiert werden können. Oftmals sind das aber Umsätze, für die man entweder kein Programm benötigen würde oder welche aber zusätzliche Kosten verursachen. Es gehört einfach dazu, dass man sich dem eigenen Partnerprogramm täglich widmet, um Bewerbungen freizugeben oder die Zahlen zu checken. Und auch das Beantworten von Anfragen sollte selbstverständlich sein. “
Stefan Kärner

„Anstatt sich auf die Authentizität des Projekts und auf den Mehrwert der Webseite für die Besucher zu konzentrieren, werden die Projekte oft mit dem alleinigen Ziel, (am besten Unmengen an) Geld zu verdienen, online gestellt.

Dies hat zur Folge, dass frische (manchmal sogar sehr vielversprechende) Ideen – sei es von den angehenden Publishern oder Startups, die sich als Advertiser versuchen und eigentlich geile Produkte haben – zu schnell eingestampft werden, weil die gewünschten (sehr schnellen) Erfolge ausbleiben, die in diversen „Wie werde ich schnell reich“-Reihen, die man so im Internet käuflich erwerben kann, versprochen werden.

Es wird also schlicht und einfach vergessen, dass die erfolgreichsten Influencer in jedem Bereich bereits einiges an Zeit und Geduld in die Projekte investiert haben und – das wichtigste – einen langen Atem mitbrachten, um die gewünschte Erfolge auch abwarten zu können.“
Irina Lutz

„Publisher: Angehende Affiliates wollen das neue Projekt zu schnell monetisieren. Mit halbfertigen Seiten ohne Content, werden Seite dadurch oft bei der Partnerfreischaltung abgelehnt.

Advertiser: Oft wird der Aufwand für den Affiliate Kanal unterschätzt und daher nur „nebenher“ betreut. Dadurch entsteht natürlich kein bzw. nur ein geringer Umsatz-Uplift und man verkennt das Potential, welches in dem Kanal und seinen vielfältigen Publisher-Modellen steckt.“
Wolfgang Polzer


Welche Faktoren sind besonders wichtig für den Erfolg einer Affiliate-Website?

„Am Anfang steht die Marktanalyse: Gibt es einen Markt? Gibt es ein passendes Produkt? Wie kann ich das Produkt am besten in den Markt bringen?

Danach folgt der Faktor Arbeit. Wie schon oben genannt, darf man die Arbeit nicht unterschätzen. Dazu gehört auch, nie „fertig zu sein“. Was die vergangenen 2 Monate gut funktioniert hat, funktioniert vielleicht 8 Monate später nicht mehr. Dann muss man sich etwas überlegen und rechtzeitig reagieren.“
Manuel Diwosch

„Die Faktoren variieren natürlich stark in Abhängigkeit des Affiliate Modelles. Einen Grundsatz verfolge ich jedoch mittlerweile immer: das Thema der Seite sollte sich mit den eigenen Interessen decken. Ich würde niemandem empfehlen, einen Reifenvergleich aufzubauen, wenn er für Autos nichts übrig hat.

Neben dieser Grundvoraussetzung spielen die eigene Motivation, Zielstrebigkeit und natürlich das passende Know How eine wesentliche Rolle. Viel zu oft sehen wir Affiliate Projekte, welche lieblos mit Baukastensystemen und offenbar ohne klares Ziel und Wissen erstellt wurden. Man kommt also zu dem Entschluss, dass der Erfolg eines Projektes lediglich von einem selbst abhängt und das unterschreibe ich.“
Stefan Kärner

„Über die Qualität und den Mehrwert muss im Jahr 2016 nicht mehr geschrieben werden – es bringt niemanden etwas, eine 42millionste Gutschein-Spam-Seite mit einem fertigen 1 Dollar Script aufzusetzen und diese mit den Gutschein-Feeds der Netzwerke zu speisen; ebenso sinnlos sind automatisierte Produkt-Vergleichsseiten oder Content-Verwerter im low quality Bereich, auf die derzeit (leider) manche Retargeting-Anbieter setzen, um das Ganze dann im „Big Data“ Bereich hoch zu preisen.

Denn: der Human Factor sollte niemals vergessen werden, da sich nicht nur technische Möglichkeiten weiter entwickeln, sondern auch deren Nutzer; im unserem Bereich also – die Webseiten-Besucher, Abonnenten oder App-Nutzer.“
Irina Lutz

„Meiner Meinung nach braucht die Welt keine weitere Gutscheinseite oder ein „privates“ Cashback-Portal. Hier sind sehr große Player auf dem Markt und als Einsteiger wird es schwer, in dem Bereich Fuß zu fassen.

Auch bedingt durch Google Updates wird generell wieder viel Wert auf Content gelegt. Zu beobachten ist dies beispielsweise am Trend, dass Gutscheinportale ihr Redaktionsteam massiv aufstocken und von der klassischen Gutscheinplattform in Richtung Content-Partner wandern.

Auch den Aufbau einer eigenen Community in den Sozialen Medien oder via Newsletter-Registrierung sehe ich als wichtigen Faktor, um langfristig mit dem Affiliate-Projekt erfolgreich zu sein. Durch alternative Traffic-Quellen sichert man sich unter anderem Unabhängigkeit von den Suchmaschinen-Rankings.“
Wolfgang Polzer


Welche wichtigen Entwicklungen für Affiliates erwartest du für das kommende Jahr?

„Ich denke, dass die großen Traffic-Bringer Google und Facebook für Publisher das Leben vielleicht noch ein bisschen schwerer machen werden. Damit meine ich nicht, dass es schwieriger wird andere auszuranken oder es gar nicht mehr möglich sein wird auf FB unbezahlt in den Newsfeed zu gelangen. Aber es wird deutlich einfacher werden, wenn man ein bisschen Geld ausgibt und noch besser lernt, wie man diesen bezahlten Traffic targetiert und monetarisiert.

Zudem hoffe ich, dass Amazon mit seinem Affiliate-Programm bald reagiert. Ich mache derzeit kaum noch neue Amazon-Affiliate-Seiten, weil mir die Entwicklung der Zahlen nicht so richtig gefällt. Obwohl ich mehr Traffic mit besseren Nutzerdaten erhalte, sinken die Einnahmen. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass der mobile Traffic so stark zugenommen hat. Wenn ich auf Affiliate-Seiten teilweise 80 oder mehr Prozent mobile Nutzer habe, aber bei den Verkäufen 95 und mehr Prozent Desktop-Käufer, dann stimmt hier etwas nicht.

Ich gehe davon aus, dass hier viele über Apps einkaufen und die dann bei der Provision durch den sprichwörtlichen Rost fallen. Je mehr Publisher diese Erfahrungen machen, desto mehr werden nach Alternativen zu Amazon suchen. Von daher hoffe ich, dass hier reagiert wird. Falls einer deine/r LeserInnen hier aber weiß, wie man dieses Problem umgeht, freue ich mich über jeden Tipp.“
Manuel Diwosch

„Auf der Affiliate-Conference ging es in diesem Jahr, wie auch zuvor schon oft, um die Entwicklung von Gutscheinpartnern. Ich denke, wir befinden uns hier wirklich an einem Scheideweg, an dem sich herauskristallisiert, welche Modelle wirklich mithalten können. Nach dem Gutschein-Boom in den letzten Jahren sind viele Seiten längst wieder in der Versenkung verschwunden, wenn sie es je herausgeschafft hatten. Die wenigen großen Player haben Potenzial, die eigene Marketingstrategie sinnvoll zu ergänzen, wenn man sie denn lässt.

Ich bin der Meinung, dass sich die Kooperationen mit Gutscheinpartnern in 2017 wieder „besser“ gestalten werden und sich mit Hilfe der Partner auch ein wesentlicher Mehrwert im Marketingmix schaffen lässt. Das soll jetzt bitte nicht heißen, dass doch wieder jeder eine Gutscheinseite starten soll. ;)“
Stefan Kärner

„Content-Publisher (vor allem im Nischen-Bereich) – und App-Anbieter im Mehrwert-Bereich (wie z.B. Tools und Ratgeber) werden weiterhin nachhaltig für eine Umsatzsteigerung sorgen, so dass die Qualitätsunterschiede zwischen Gutschein/Paid4 und Content/Influencer (als Premium-Publisher) noch deutlicher spürbar werden. Es wird außerdem neue Werbeformate im Premium Segment geben – und zwar weg von dem bewegten Bild (größer, lauter, bunter), denn die Endkunden schätzen immer mehr unaufdringliche Empfehlungen.

… Und nein, bunte Deo-Reihen in der Küche von Bibi – wie in dem „Heimlich gefilmt (Singt unter der Dusche)“ YT-Video (oh Gott, hat jemand tatsächlich die Zeitmaschine erfunden und Mörder-CR-Überschrift anno 1997 angeschleppt?) – sind keine unaufdringliche Produkt-Empfehlungen, was auch jüngere Zielgruppe mittlerweile ziemlich gut als Schleichwerbung erkennt und gekonnt ausblendet.“
Irina Lutz

„Zunehmende Professionalisierung der Partner: Ausbau der Teams hinter der Affiliate-Webseite, Erstellung eigener Apps, Entwicklung cleverer Ideen oder Technologien um beispielsweise den Warenkorbwert zu erhöhen oder Kaufabbrecher zurückzugewinnen.

Durch die Entwicklung im Bereich Customer Journey kommen nach und nach die Content-Publisher wieder zum Zug. Durch das Last Cookie Wins Prinzip spielen sie zwar einen wichtigen Teil im Kaufprozess, machen aber seltener einen Abschluss wie andere Modelle, die am Ende der Customer Journey stehen. Durch das Customer Journey Tracking werden die Touchpoints des Kaufprozesses sichtbar und transparent – einige Merchants arbeiten beispielsweise bereits mit einer zusätzlichen Vergütung für Assists, welche den User zum Kauf geführt haben.“
Wolfgang Polzer


Was sind deine wichtigsten Affiliate Marketing Tipps in 2017?

  1. Abseits von SEO denken und vor allem auch kostenpflichtigen Traffic in die Überlegungen miteinbeziehen.
  2. Abseits von Amazon denken, solange die Entwicklung mit den fehlenden Käufen von mobilen Nutzern nicht „repariert“ wird.
  3. Ein schon längst überstrapaziertes Goethe-Zitat, aber es hat nichts an Wirkung verloren: Erfolg hat drei Buchstaben TUN.


Manuel Diwosch

„Wie oben schon geschrieben und eigentlich auch zeitlos:

  • Sei neugierig und offen gegenüber neuen Geschäftsmodellen
  • Besuche Veranstaltungen und pflege deine Kontakte, was bedeutet, sich auch mal persönlich mit wichtigen Partnern zu treffen und nicht nur Mails zu schreiben
  • Plane dein Affiliate-Jahr im Voraus um zu agieren und den Anteil des Reagierens zu minimieren
  • Kümmere dich täglich um dein Partnerprogramm
  • Vielleicht aus unserer täglichen Arbeit: nimm jeden Monat mindestens zu einem Partner Kontakt auf, um die Zusammenarbeit wieder auszubauen?


Stefan Kärner

„Geduld, Geduld, Geduld! Nicht auf den schnellen Umsatz zielen, sondern nachhaltig eine eigene Marke mit Mehrwert aufbauen. Dabei sollte stets auf neue Traffic-Channels (Musical.ly, Snapchat, Instagram usw.) geachtet werden, die zu kostengünstigen Traffic-Quellen für die eigenen Projekte werden können. Immer ein Auge auf die Mitbewerber richten – da diese manchmal auch eine gute Idee haben können – aber niemals das Vorhandene kopieren, sondern eigene Ideen reinbringen und versuchen, alles besser zu machen. Außerdem sollte man sich – sei es als Publisher oder Advertiser – niemals von einem Anbieter abhängig machen und entsprechend auf mehrere Anbieter in einem breiten Marketing-Mix setzen.

Und nicht zuletzt – mit den anderen reden. Wir als Netzwerk sind dein Freund – denn auch wir verdienen erfolgsabhängig an steigenden Umsätzen und freuen uns deshalb über jede ernsthafte Publisher-Anfrage und geben dann gerne individuelle Tipps. Wirklich neutral, unabhängig und in unserem Fall auch mit entsprechenden technischen Wissen in der Hinterhand, die wir gerne mit unseren Kooperationspartnern teilen. Denn nur gemeinsam sind wir stark.“
Irina Lutz

„Mobile Traffic wird kommendes Jahr wichtiger werden als „stationäres“ Internet. Publisher und Unternehmen die sich noch nicht darauf vorbereitet haben, sollten das Thema tunlichst in den kommenden Wochen angehen. Es sollte nicht nur die Webseite responsive sein, sondern der Bestellprozess via Smart Device einfach und in möglichst wenigen Schritten ausführbar sein.

Merchants müssen sich die Zeit nehmen und die nötigen Ressourcen bereitstellen, um sich intensiv mit dem Thema Customer Journey auseinandersetzen. Dadurch wird es (2017 ist jedoch gewagt!) eine fairere Vergütung – weg vom „Old School“ Last Click-Modell geben. Dadurch wird der Fokus der Publisher, den letzten Klick generieren zu müssen, aufgebrochen und es werden sich neue spannende Publisher-Modelle ergeben, welche sich auf die vorhergehenden Stufen des AIDA Modells bis zur Kaufentscheidung spezialisieren.“
Wolfgang Polzer


Fazit

Auch Affiliate-Websites benötigen Zeit und Arbeit bei der Erstellung, um eine gute Qualität zu erreichen. Nur dann kann sich im Laufe der Zeit der Traffic positiv entwickeln und die Einnahmen steigen. Darin sind sich die Experten einig. Minderwertige Spam-Affiliates werden es immer schwerer haben.

Auch die steigende Bedeutung des mobile Traffic wird in 2017 eine wichtige Rolle spielen, wobei die genauen Auswirkungen noch nicht so klar sind.

Das gilt auch für andere Entwicklungen, die sich teilweise schon seit Jahren im Affiliate Marketing andeuten. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

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5 Gedanken zu „Affiliate Marketing – 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017“

  1. Endlich mal einer, der es auf den Punkt bringt. Die organische Suche ist zwar immer noch da und wird es auch immer geben, doch um wirklich online erfolgreich zu sein, geht kein Weg am bezahlten Traffic vorbei. Wobei da Facebook derzeit noch die Nase vorne hat. Das Targeting ist hier unschlagbar. Und wer weiß wie, kriegt Klickpreise davon kann (fast) jeder Adwordser nur träumen :).

    Antworten
  2. Im internet findet man immer wieder schlechtes und gutes über Affiliate Marketing. Diese Seite hier ist jedoch meiner Meinung nach sehr seriös, da hier auch eben Interviews geboten werden. Mir stellt sich allerdings trotzdem die Frage, ob diese Online-Marketing-Systeme von so einigen Online-Marketern wirklich was bringen? Wie steht ihr dazu? Ich möchte jetzt nicht die Namen dieser Systeme nennen, auch nicht die Namen der Online-Marketern, aber wer sich in der Szene auskennt, der wird den einen oder anderen kennen! Hat wer schon gute Erfahrung gemacht? Kann man wirklich sooo gut davon leben? (Voraussetzung ist natürlich, dass man alles richtig macht und auch genug Traffic auf seine generiert, das ist klar)

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  3. Ich habe bisher viel im Internet gelesen von “Affiliate-marketing“. Da die richtige “möglichkeit“ raus zu Filtern ist mal wirklich schwer als “Neuling“. Besonders mit diesen “Online-Marketing-Systemen“ die Angeboten werden und immer, sich “spannend“ anhören aber ich wenig daran glaube das es so einfach wäre.
    Was ich sehr gerne Fragen würde: Spielt das eine rolle aus welchem Land man kommt um hier Fuss zu fassen? Ich komme z.b. aus der Schweiz und lese im Internet über “unentlich“ viele “Online-System-Marketing“ Anbieter oder allgemein 90% sachen aus Deutschland. Was auch total i.o. ist mich es aber dabei interessiert wie Sie den markt in den Deutsch sprachigen Ländern sehen?? (Deutschland/Österreich/Schweiz) lg aus Zürich :)

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  4. Also ich finde das Affiliate Marketing sehr gut. Allerdings stimme ich zu, dass man dafür wirklich Zeit braucht und sich gut überlegen sollte, wie man die Sache angehen möchte. Mit meinem Blog, kann ich immer über bestimmte Produkte berichten und den Affiliate Link einfügen. Das macht mir Freude und so werde ich es auch beibehalten. Meine Kunden arbeiten oft mit den Seiten, die sich nur mit einem Produkt in vielen verschiedenen Varianten beschäftigen. Dazu gibt es dann noch einen Blog und die Leser sind begeistert. Es geht also wirklich, wenn man alles richtig macht. Ich mochte hier vor allem die Interviews und finde diese enorm hilfreich.

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  5. Ein sehr gutes Interview. Auch wenn dieses von 2017 ist. Treffen viele Inhalte auch heute aus meiner Sicht definitiv zu. Bezahlter Traffic wird immer wichtiger. Oder auch die Fehler der Anfänger sind doch weiterhin häufig die Gleichen. Ich freue mich auf weiter hochwertigen Content auf deiner Webseite. Herzliche Grüße
    Tobias

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