So kommen Affiliates an Produkte zum Testen

So kommen Affiliates an Produkte zum TestenAuf der eigenen Affiliate Website sollte man nicht nur hilfreiche Informationen und Tipps geben, sondern auch konkrete Produkte vorstellen.

Doch wie kommt man an Produkte zum Testen, denn je nach Bereich ist es nicht gerade günstig an aktuelle Produkte zu bekommen. Wer z.B. über Werkzeugkoffer schreibt, will und kann sich nicht ständig selber neue kaufen.

In diesem Artikel schildere ich meine Erfahrungen und gebe Tipps, wie Affiliates günstig oder sogar kostenlos an Produkte zum Testen kommen.

So kommen Affiliates an Produkte zum Testen

Testen ist so ein großes Wort. Sieht man es ganz eng, dann reicht es nicht aus ein Produkt wirklich selber zu nutzen, um dann einen Test darüber zu schreiben. Schließlich ist es richtiger Test eine sehr strukturierte und nahezu schon wissenschaftliche Methode.

Bei der Produktvorstellung geht es eher darum ein Produkt selber genutzt zu haben, um eigene Erfahrungen dazu verfassen zu können. Das wird im Netz in der Regel unter einem Produkttest verstanden, gerade auch von den Nutzer, die nach Tests bestimmter Produkte suchen.

Natürlich kann man als Affiliate auch mit rein allgemeinen Tipps und Informationen zu einem Produktbereich Geld verdienen, aber es ist auf jeden Fall eine interessante Option, zusätzlich auch über bestimmte Produkte zu schreiben.

Doch wie kommt man als Affiliate an Produkte zum ausprobieren/testen? Im Folgenden gebe ich dazu einige Tipps.

1. Richtig vorbereitet sein

Ein wesentlicher Punkt wird von vielen Affiliates oft vergessen, die sich sofort auf Unternehmen stürzen. Die richtige Vorbereitung ist oft ausschlaggebend, ob eine Kooperation mit einem Unternehmen zustandekommt.

Dazu gilt es die eigene Website professionell zu gestalten und einen sehr guten Ersteindruck zu vermitteln. Das betrifft zum einen natürlich die Inhalte. Diese müssen zeigen, dass man Ahnung von der Materie hat, eigene Erfahrungen und Tipps teilen kann und nicht einfach Produkttexte abschreibt.

Hinzu kommt ein ansprechendes und modernes Design, samt Logo. Der optische Ersteindruck ist eben auch sehr wichtig.

Zudem sind hohe Reichweiten in der betreffenden Nische hilfreich. Das betrifft die Besucherzahlen auf der Affiliate Website selbst, aber natürlich auch immer stärker im Social Web. Gerade diese direkten Kontakte zu interessierten Menschen sind vielen Firmen heute sehr wichtig. Hohe Zahlen an Followern oder Kanal-Abonnenten sind daher auf jeden Fall ein Vorteil.

WERBUNG
Top Wordpress-Theme für Affiliate-Websites

Seit einer Weile nutze ich das WordPress-Theme GeneratePress für verschiedene Affiliate-Websites und bin sehr zufrieden.

Es bietet schon in der kostenlosen Variante viele Optionen, sieht toll aus, ist sehr schnell und eignet sich perfekt für Affiliate-Websites.

Die Premium-Variante ist günstig und bringt viele weitere nützliche Features mit.

Generate Press

2. Kontakte aufbauen

Hat man sich gut vorbereitet, gilt es Kontakte zu den betreffenden Herstellern aufzubauen. Dabei sollte man aber nicht mit der Tür ins Haus fallen und sofort nach Testprodukten fragen. Das klappt meist nicht so gut.

Stattdessen gilt es erstmal einen guten Kontakt aufzubauen, was man z.B. durch ein Interview-Angebot erreicht. Die meisten Firmen nehmen diese Möglichkeit gern wahr. Aber auch Artikel über die Firma, über aktuelle News, Hintergrund-Informationen oder eigene Erfahrungen kommen gut an. Wichtig ist dabei, dass man der Firma zeigt, dass man aktiv ist und in der Materie drin steckt.

Wenn dann durch diese Maßnahmen ein Kontakt entstanden ist, dann kann man auch mal nach Produkten zum Testen fragen.

3. Produkte testen macht nicht immer Spaß

Viele sind sehr darauf aus, kostenlose Produkte zu bekommen. Das ist sehr verlockend, aber man sollte dabei auch vorsichtig sein.

Kostenlose Produkte, die man erhält, muss man dann auch testen und etwas darüber schreiben, um weiterhin mit der Firma kooperieren zu können. Das fällt nicht immer so leicht, so dass man sich vorher genau überlegen sollte, welche Produkt man anfragt.

Zudem gilt es in seinen Reviews/Tests ehrlich sein und nicht einfach was Tolles zu schreiben, nur um weiterhin Produkte von dieser Firma zu bekommen. Das ist mittelfristig keine gute Idee, da die Leser sowas irgendwann merken.

4. Das Beste herausholen

Aus so einem Test sollte man auf jeden Fall das Beste herausholen. Man sollte die eigenen Erfahrungen schildern und das Produkt wirklich ausführlich nutzen und ausprobieren. Nur dann kann man fundiert darüber schreiben.

In der heutigen Zeit sollten Affiliates auf jeden Fall die Möglichkeit nutzen viele Fotos vom Produkt zu machen. Das lockert die eigenen Artikel sehr gut auf und bietet Mehrwert für die Leser.

So kommen Affiliates an Produkte zum Testen

Ebenfalls empfehlenswert sind Videos. Immer mehr Menschen schauen sich lieber ein Produktvideo an, anstatt einen Text zu lesen. Und selbst mit aktuellen Smartphones kann man heute schon sehr, sehr gute Videos aufnehmen.

Meine Erfahrungen

Ich selber habe für die eine oder andere Affiliate Website versucht Kontakt zu Firmen aufzubauen. Das hat mal besser und mal schlechter funktioniert.

Tendenziell funktioniert es nach meinen Erfahrungen besser, wenn es sowieso Produkte sind, die viel beworben werden und wo die Firmen es gewohnt sind, viel PR zu machen und Kooperationen einzugehen.

Für meinen Brettspiel-Blog habe ich z.B. nach einer Weile damit begonnen Kontakte aufzubauen und viele Ansprechpartner bei Spiele-Verlagen gefunden. Interviews waren hier auf jeden Fall ein gutes Mittel den ersten Kontakt herzustellen. So konnte ich dann auch die ersten kostenlosen Test-Muster erhalten.

Hier hat sich dann aber auch gezeigt, dass man dranbleiben muss. Man geht damit eine Kooperation ein und natürlich erwarten die Firmen dann auch, dass man über die Produkte etwas schreibt. Das ist gerade bei Projekten, die man nebenberuflich betreibt, dann teilweise nicht so einfach. Oft hat man dann doch mal zu wenig Zeit oder andere Dinge sind wichtiger.

Hier habe ich auf jeden Fall gelernt, lieber etwas wählerischer zu sein und nur Produkte anzufragen, die mich wirklich brennend interessieren.

Alternative Zweitmarkt

Klappt der Kontakt-Aufbau zu den Firmen nicht so gut oder ist die Bereitstellung von Rezensions-Exemplaren ist der Branche einfach nicht üblich, gibt es durchaus noch andere Möglichkeiten.

So kann man im Freundeskreis schauen, ob jemand bestimmte Produkte hat und sich diese mal ausleihen. Ausleihen ist zudem ein gutes Stichwort. Je nach Produktart kommt es evtl. in Frage Produkte zu mieten. Bei Produkten aus dem Garten- und Baubereich ist das z.B. in vielen Baumärkten vor Ort möglich.

Man sollte auch immer ein Auge auf aktuelle Angebote haben oder sich z.B. bei Amazon regelmäßig die Warehouse Deals* anschauen. Hier bekommt man oft relativ aktuelle Produkte aus zweiter Hand zu guten Preisen. Nicht zuletzt ist auch eBay einen Blick wert.

Vorsicht beim Weiterverkauf

Viele Affiliates verkaufen Test-Produkte danach auf eBay oder Rebuy, und verdienen so noch ein wenig Geld. Das ist bei selbst gekauften Produkten kein Problem. Bei kostenlosen Rezensions-Exemplaren sehen das die Firmen aber oft nicht so gern.

Hier sollte man vorher auf jeden Fall klären, wie das die Firmen jeweils sehen, um sich da keinen Ärger einzuhandeln.

Fazit

Produkte auf der eigenen Affiliate Website zu testen, kann die eigenen Einnahmen und generell den Erfolg der eigenen Affiliate Website steigern.

Um Produkte zum Testen zu erhalten, muss man allerdings ein wenig Arbeit investieren und ein paar Dinge beachten. Dann aber kann man die eigene Affiliate Website auf ein neues Niveau heben.

WERBUNGAmazon Affiliate WordPress Plugin
Mein Lieblings-Amazon-Affiliate-Plugin - Mit dem Code SIN20 sparst du 20%!

5 Gedanken zu „So kommen Affiliates an Produkte zum Testen“

  1. Ich habe bei meinem letzten Projekt auch diverse Hersteller kontaktiert. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die etablierten Hersteller eher zurückhaltend reagiert haben.
    Den größten Erfolg hatte ich bei Unternehmen, die im Ausland bereits erfolgreich sind und den Zugang zu dem deutschen Markt suchen.

    Antworten
  2. Hallo Peer,

    ich habe eine ganz andere Erfahrung als Bernd gemacht. Große Unternehmen waren sehr großzügig und haben dann sogar auf mich verlinkt, da ich einen sehr ausführlichen und objektiven Testbericht verfasst habe. Diese haben wahrscheinlich mehr Budget, sodass es nicht schlimm ist, mal ein Produkt zu verschenken. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Idealerweise kontaktiere ich das Unternehmen immer über Facebook, da dort die Antwortwahrscheinlichkeit doch höher ist.

    Beste Grüße
    Oliver von Firmenpartnerschaft

    Antworten
  3. Ich habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Je nach Nische senden Firmen Produkte um sie bekannt zu machen. Etablierte Produkte die seit einigen Jahren auf dem markt sind, werden seltener verschickt. Vom Gefühl her muss es für beide Seiten win-win sein dann senden sie Produkte zu.

    Antworten
  4. Hallo Peer,

    Interessantes Thema ;)
    Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann:
    Fotos, Videos und eine ehrliche Meinung mit fundiertem Fachwissen auf einer aufgerümten, gut strukturierten Website sind das was man braucht um das ganze erfolgreich langfristig zu betreiben.

    Antworten
  5. Es gibt immer noch Verlage, die sehr großzügig mit Rezessionstiteln sind. Da es sich hier immer um Neubücher handelt unterliegen diese der Preisbindung. Wie ich neulich im Newsletter des Börsenblattes des Deutschen Buchhandels gelesen habe, können Rezessionstitel weiterverkauft werden, jedoch nur zum gebundenen Ladenpreis. Der Grund dafür liegt nach dortiger Auskunft darin, dass der gebundene Preis erst beim Verkauf eines Buches an einen Endkunden erlischt. Bei der Weitergabe eines Rezessionsexemplares fehlt dieser Verkaufsaspekt und der gebundene Ladenpreis bleibt erhalten.
    Es hilft hier nur die Frist für den gebundenen Ladenpreis abzuwarten oder zu hoffen, dass vor Ablauf der Buchpreisbindung eine Neuauflage erfolgt, die wiederum die Preisbindung für das ältere Exemplar aufhebt.
    In meinem Blog verwende ich deswegen keine Rezessionsexemplare mehr und stöbere lieber in Antiquariatsportalen oder Buchflohmärkte nach interessanten Titeln. Oft sind dort auch schon Bestseller zu günstigen Preisen zu finden, bei denen sich ein späterer Wiederverkauf lohnt.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar